Bauarbeiten beendet Autobahnabschnitt auf der A4 bei Nossen wieder frei

In den vergangenen Monaten mussten Autofahrer auf der A4 in Höhe Nossen im Landkreis Meißen viel Geduld mitbringen. Kilometerlange Staus und häufige Unfälle durch eine Baustelle sollen nun der Vergangenheit angehören. Am Freitag sind auf dem Abschnitt wieder alle drei Spuren Richtung Erfurt freigegeben worden. Auf der für Lkw gesperrten Umleitungsstrecke über die S36 wurden innerhalb von sieben Wochen mehr als 1.400 Lkw von der Polizei abgewiesen.

LKW und PKW stehen auf der Autobahn 4 in Richtung Dreieck Nossen im Stau
Der Stau auf der A4 bei Nossen sollte nun der Vergangenheit angehören. Am Freitag sind wieder alle drei Fahrspuren Richtung Erfurt freigegeben worden. Bildrechte: imago/Robert Michael

Auf der Autobahn 4 sind seit Freitag im Abschnitt zwischen Wisldruff und Nossen wieder alle drei Fahrbahnen Richtung Erfurt freigegeben. Wie die Autobahngesellschaft des Bundes mitteilte, sind die Bauarbeiten an der Triebischtal- und die Triebischtalseitenbrücke fertig gestellt worden. In den vergangenen Monaten hatte es hier häufig lange Staus und Unfälle gegeben. Nun wurden die Bauarbeiten beendet.

"Gerade im Vergleich zum letzten Jahr, wo auf der Gegenfahrbahn die Brücken Teil von Baumaßnahmen waren, haben wir die Bauzeit deutlich verkürzen können", sagte Danko Knothe von der bundeseigenen Autobahn GmbH MDR SACHSEN zum Abschluss der Bauarbeiten. "In diesem Fall war das tatsächlich ein direktes Ergebnis der Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr, weil man einen Ablaufplan gemacht hat, der es ermöglichte, eine Richtungsfahrbahn komplett zu bauen."

Kleinere Arbeiten mit Nachtbaustellen geplant

In dem Bereich Nossen und Siebenlehn seien noch weitere kleine Arbeiten geplant. Von diesen würden die Autofahrer in der Regel aber nichts mitbekommen, da sie vor allem als Nachtbaustellen durchgeführt werden sollen, so Knothe. Der Autobahnabschnitt sei laut Knothe einer der am stärksten befahrenen Abschnitte in Sachsen mit täglich rund 60.000 Autos und 30.000 Lkw.

Über 1.400 Lkw bei Kontrollen auf der S36 abgewiesen

Die umliegenden Ortschaften an der Staatsstraße 36 hatten mit dem erhöhten Durchgangsverkehr zu kämpfen. Viele Auto- und Lkw-Fahrer nutzen den Schleichweg über die Dörfer, um dem Stau auf der A4 zu umgehen. Die Polizei richtete nach Protesten von Anwohnern Kontrollen zur Durchsetzung des Durchfahrtsverbotes für Lkw ein. In den vergangenen sieben Wochen wurden laut der Dresdner Polizei 1.413 Lkw abgewiesen. Diese mussten wieder auf die A14 auffahren oder die B173 nutzen.

Insgesamt kontrollierten die Beamten in dem Zeitraum 3.577 Laster. Als Fahrzeuge des Lieferverkehrs galt für einige Lkw-Fahrer das Durchfahrtsverbot nicht. Sie durften daher die S36 nutzen. Mit dem Ende der Bauarbeiten hat auch die Polizei ihre Durchfahrtskontrollen beendet.

Quelle: MDR/MINA/al

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 20. August 2021 | 08:00 Uhr

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