Corona-Maßnahme Im Landkreis Meißen schließen ab Montag Schulen und Kitas

Homeschooling wird an eine Tafel geschrieben
Zurück zum Häuslichen Lernen, heißt es ab Montag für die meisten Schülerinnen und Schüler im Landkreis Meißen. Nur Abschlussklassen dürfen vor Ostern noch in die Schulen. Bildrechte: dpa

Im Landkreis Meißen müssen ab dem 22. März die Kindertageseinrichtungen sowie die Schulen schließen. Von der Regelung sind Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen und Abschlussjahrgänge ausgenommen. Sie können weiterhin ihre Schulen besuchen. Darauf haben sich Gesundheitsministerin Petra Köpping und Kultusminister Christian Piwarz nach Beratungen mit dem Landkreis Meißen verständigt, teilten die Ministerien mit. Im Landkreis Meißen werde eine Notbetreuung eingerichtet. Für die gelten die aus vorigen Lockdown-Phasen bekannten Regeln für Eltern in systemrelevanten Berufen.

Gestern und heute waren keine guten Tage für die Kitas und Schulen. Wir stehen in der Verantwortung, hier zukünftig andere Lösungen zu finden.

Christian Piwarz sächsischer Kultusminister (CDU)

Begründet wurde die Entscheidung mit der hohen Inzidenz im Landkreis Meißen, die seit mehr als fünf Tagen über 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner liegt. Laut Robert Koch-Institut betrug der Wert am Freitag 136,1. "Die Corona-Schutzverordnung gibt uns hier leider keinen Spielraum, um die Schulen die eine Woche vor den Osterferien weiter offen zu lassen", sagte Kultusminister Piwarz. Damit bleiben neben den Schulen und Kitas im Vogtlandkreis ab nächsten Montag in vier weiteren Landkreisen die Kindereinrichtungen zu.

Karte Schulschließungen Sachsen
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Piwarz: Inzidenzwert allein könne nicht Ausschlag geben

Piwarz sagte, er bedauere die Entscheidung und verstehe die Verzweiflung bei den Betroffenen. Nach den Osterferien solle weiter intensiv in Schulen und Kitas getestet werden. "Damit wäre der Betrieb in den Einrichtungen vergleichsweise sicher und das flächendeckend. Gleichzeitig kann der Inzidenzwert nicht mehr alleinig ausschlaggebend für die Bewertung der Situation sein", betonte Piwarz.

Geringes Infektionsgeschehen an Schulen - An weiterführenden Schulen gab es 163.700 Selbsttests an den weiterführenden. Demnach waren nter den rund 138.300 durchgeführten und aktuell erfassten Schülertests 168 positive Corona-Tests. Das entspricht einer Quote von 0,12 Prozent.

Bei den Lehrern sind aktuell 25.400 durchgeführte Tests erfasst worden. Darunter gab es 34 positive Ergebnisse, was einer Quote von 0,13 Prozent entspricht.

- Seit 17.3.2021 gilt: Nur wer an der Testung teilnimmt oder anderweitig einen negativen Nachweis vorlegt, darf die Schule betreten. Schüler müssen sich einmal wöchentlich testen, Lehrer und und schulisches Personal zweimal pro Woche.

- Bei der aktuellen Auswertung gab es 3.400 Schüler, die eine Testung ablehnten und rund 10.000 Schüler, die einen aktuellen negativen Test vorlegten.

- Aktuell 25 Lehrer lehnten eine Testung ab, 1.536 Personen legten einen negativen Nachweis vor.

Ähnlich hatte auch der Landrat des Kreises Nordsachsen argumentiert. Mit Blick auf die Corona-Schutzverordnung sagte Kai Emanuel: "Es ist dem Freistaat nicht vorzuwerfen, dass er sich selbst ernst nimmt. Das alleinige Fixieren auf Inzidenzwerte muss allerdings dringend überdacht werden. Der Landrat hätte sich gewünscht, dass das Infektionsgeschehen noch lokaler differenziert würde, bevor Schulen schließen müssten.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENPSIEGEL | 19.03.2021 | 19:00 Uhr

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