Zusammenschluss Gemeinsames Feuerwehrhaus für Hirschstein und Stauchitz

Die Freiwilligen Feuerwehren der beiden Nachbargemeinden Hirschstein und Stauchitz im Landkreis Meißen werden künftig zusammenarbeiten. Dafür sind sie am Freitag in ein neues gemeinsames Gerätehaus gezogen.

Eine kleine Menschenmenge steht vor einem Feuerwehrhaus mit drei Einfahrten. Im Vordergrund weht eine Sachsenflagge und links neben dem Gerätehaus ist ein Turm zu sehen. Außerdem sind drei Feuerwehrautos vor den Einfahrten geparkt.
Die Freiwilligen Feuerwehren der beiden Gemeinden Hirschstein und Stauchitz ziehen in ein gemeinsames Gerätehaus. Bildrechte: MDR/Robert Mönch

Hirschstein und Stauchitz sind zwei benachbarte Gemeinden zwischen Meißen und Riesa. In beiden Orten sind die Feuerwehren am Freitag umgezogen – und zwar in ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus. Ab sofort teilen sich die beiden Gemeinden die Zentrale bei Mehltheuer und arbeiten als eine Ortsfeuerwehr zusammen.

Bürgermeister: Fusion ist zukunftsweisend

Zur Einweihung des großen roten Neubaus waren auch die Bürgermeister aus Hirschstein und Stauchitz eingeladen. Dirk Zschoke, Gemeindeoberhaupt von Stauchitz, bezeichnete den Zusammenschluss der beiden Feuerwehren als logisch und zukunftsweisend. "Dieser Schritt sichert die Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes im ländlichen Raum weitab der Metropolregionen", sagte Zschoke.

Zahlreiche Menschen sitzen im Inneren eines Feuerwehr-Gerätehauses. Man sieht ihre rücken und sie scheinen zu klatschen.
Die Freiwilligen Feuerwehren Hirschstein und Stauchitz feiern den Einzug in ihr neues gemeinsames Gerätehaus. Bildrechte: MDR/Robert Mönch

2,9 Millionen Euro teurer Neubau

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) bezeichnete die Fusion als Novum mit Vorbildcharakter für das Land. Er lobte die Freiwilligen Feuerwehren, besonders im ländlichen Raum, als tragende Säulen in der Gefahrenabwehr. "Deshalb setzen wir alles daran, gute Bedingungen für gute Feuerwehrarbeit zu schaffen und die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern", sagte Wöller.

Das neue Feuerwehrhaus bietet Platz für vier Einsatzfahrzeuge sowie einen Turm, an dem das Abseilen und Schachtrettungen geübt werden können. Es sei das modernste Gerätehaus im Landkreis Meißen, sagte Kreisbrandmeister Ingo Nestler. Der Neubau hat knapp 2,9 Millionen Euro gekostet. Der Großteil davon wurde vom Freistaat gefördert. 200.000 Euro musste jede Gemeinde aber noch selbst aufbringen.

Quelle: MDR/fvde

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN – Das Sachsenradio | 23. Juli 2021 | 16:30 Uhr

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