Ex-CDU-Kreischef Sebastian Fischer rückt als Abgeordneter in den Sächsischen Landtag nach

Aufgrund einer gesetzlichen Regelung müssen zwei neu gewählte Landräte ihren Platz im Sächsischen Landtag räumen. Davon betroffen ist unter anderem Stephan Meyer (CDU). Sebastian Fischer, ehemals CDU-Kreisvorsitzender in Meißen, rückt nach. Er wird voraussichtlich nächsten Mittwoch als neuer Abgeordneter verpflichtet.

Sebastian Fischer (CDU)
Sebastian Fischer war bereits von 2009 bis 2019 Mitglied im Sächsischen Landtag. Jetzt rückt er nach, weil Stephan Meyer sein Mandat niederlegen muss. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sebastian Fischer wird demnächst als neuer Abgeordneter im Sächsischen Landtag verpflichtet. Wie der Landtag mitteilt, folgt er damit auf Stephan Meyer (CDU), der im zweiten Wahlgang bei der vergangenen Kommunalwahl im Landkreis Görlitz zum Landrat gewählt wurde.

In Sachsen dürfen hauptamtliche Wahlbeamte nicht gleichzeitig auch Abgeordnete im Landtag sein, weswegen Meyer seinen Platz räumen musste. Fischer profitiert von der gesetzlichen Regelung.

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Do 15.07.2021 13:42Uhr 04:05 min

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Fischer unterlag bei Bundestagswahl AfD-Kandidatin

Fischer war zuvor CDU-Kreisvorsitzender in Meißen und von 2009 bis 2019 Mitglied im Sächsischen Landtag. Bei der Landtagswahl 2019 verlor er sein Direktmandat im Wahlkreis Meißen 2. Zwei Jahre später kandidierte er bei der Bundestagswahl für ein Direktmandat im Wahlkreis Meißen, unterlag aber der AfD-Kandidatin Barbara Lenk.  

Fischer wird voraussichtlich zu Beginn der Landtagssitzung am 21. September 2022 von Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler im Plenum verpflichtet.

Neben Meyer musste auch CDU-Politiker Rico Anton sein Mandat für seinen neuen Job als Landrat im Erzgebirgskreis niederlegen. Für ihn rückte Robert Clemen (CDU) nach.   

Nachzügler Sebastian Fischer wurde 1981 im Vogtland geboren. Bis 1998 besuchte er die Schule in Priestewitz und absolvierte anschließend eine Ausbildung zum Koch in Dresden. In den darauffolgenden Jahren arbeitete Fischer in der Schweiz, Frankreich und Norwegen. Als Mitglied im Sächsischen Landtag war er Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Landwirtschaft.

MDR (mad)

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