Protest Umweltaktivisten besetzen Wald bei Würschnitz

Damit das Kieswerk Ottendorf-Okrilla sein Abbaugebiet erweitern kann, soll ein Wald gerodet werden. Dagegen regte sich schon häufiger Widerstand. Seit Dienstag gibt es erneut eine Protestaktion. Diesmal halten Umweltaktivisten ein Waldstück besetzt.

Ein von einem Bauhaus herunterhängendes Transparent zeigt rötliche Schrift auf weißem Untergrund
Mit Transparenten und markigen Sprüchen machen die Aktivisten auf ihre Forderungen aufmerksam. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Umweltaktivisten haben im Landkreis Meißen ein Waldstück bei Würschnitz besetzt. Sie wollen damit nach eigenen Angaben verhindern, dass der Wald für die geplante Erweiterung eines Kies-Abbaugebietes gerodet wird. Bereits seit längerem protestieren Umweltschützer vom Naturschutzbund (NABU) und einer Bürgerinitiative gegen die Pläne. Auch "Fridays for Future" beteiligte sich an dem Protest.

Absinken des Grundwasserspiegels befürchtet

Das vom Kieswerk Ottendorf-Okrilla ins Auge gefasste Gebiet zwischen Radeburg, Würschnitz und Ottendorf-Okrilla umfasst insgesamt 134 Hektar. Laut NABU drohen durch das Vorhaben die Moore auszutrocknen. Ein von dem Verband beauftragtes Gutachten prognostiziert ein Absinken des Grundwasserspiegels um 60 Prozent.

Eine Barriere aus Holz versperrt einen Waldweg
Auf dem Waldweg haben die Aktivisten eine Barriere aus Holz errichtet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ultimatum läuft bis Freitag

Der Staatsbetrieb Sachsenforst, dem das Waldstück gehört, forderte die Jugendlichen auf, bis Freitag ihr Camp zu räumen. Behördensprecher Renke Coordes sagte MDR SACHSEN, die Aktion gehe über eine normale Waldbetretung hinaus. Wenn das Ultimatum abgelaufen sei und die Aktion bis dahin nicht beendet werde, entscheide der Sachsenforst am Freitag über das weitere Vorgehen.

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 18. August 2021 | 19:00 Uhr

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