Neue Tierarten Wildgehege Moritzburg sattelt wegen Afrikanischer Schweinepest auf Wildpferde um

Wegen der Afrikanischen Schweinepest darf das Moritzburger Wildgehege keine Wildschweine mehr halten. Deshalb sind dort jetzt Wildpferde zu sehen. Auch eine Großhuhnrasse, Toulouser Gänse und Steinböcke sind neu. Bis Jahresende sollen noch Wisente folgen. Sie ersetzen die glücklose Elchhaltung.

Wildpferde
Im Moritzburger Wildgehege leben seit kurzer Zeit Wildpferde. Bildrechte: Wildgehege Moritzburg

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) zwingt das Wildgehege Moritzburg zum Umsatteln. Weil die Wildschweine wegen der Afrikanischen Schweinepest abgeschafft werden mussten, werden nun dort Wildpferde gezeigt. Mit neuen Tierarten soll die Attraktivität der Naherholungseinrichtung im Landkreis Meißen gesteigert werden, wie Forstbezirksleiter Markus Biernath MDR SACHSEN sagte. Die drei Wildpferde wurden aus dem Tierpark Riesa geholt und haben sich inzwischen eingelebt.

Auch die Minischweine mussten wegen der Afrikanischen Schweinepest weichen. In deren Gehegen leben nun Brahma-Hühner und Toulouser Gänse. Neben Wildtieren will das Wildgehege auch mehr heimische Nutztiere zeigen. So gibt es im Streichelgehege der Ziegen auch Sachsenhühner.

Wisente sollen ins Elchgehege einziehen

Nach dem Tod eines älteren Wolfes wurde auch das dortige Gehege neu besetzt - mit vier Steinböcken. Inzwischen ist ein erstes Kitz geboren. Da das Wildgehege in der Vergangenheit zuletzt mit der Elch-Haltung kein Glück hatte, sollen laut Biernath voraussichtlich Ende des Jahres robustere Wisente ins ehemalige Elch-Gehege einziehen.

Das vergangene Jahr war mit weniger als 100.000 Besuchern das schlechteste Jahr in der Geschichte des Wildgeheges - cornabedingt und wegen Sturmschäden im Herbst.

Wildpferd
Die Wildpferde wurden aus dem Tierpark in Riesa übernommen. Bildrechte: Wildgehege Moritzburg
Logo MDR 30 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR (lam)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus Dresden | 30. Juni 2022 | 10:30 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Meissen

Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) patroullieren am 17.08.2002 auf einem Schlauchboot in der Meißner Innenstadt. 2 min
Bildrechte: dpa
2 min 14.08.2022 | 15:00 Uhr

Wohnhäuser, Altenheime und Geschäfte wurden beim Hochwasser 2002 in Meißen überschwemmt. Die Fluten hinterließen viel Schlamm, ausgespülte Straßen und Verwüstung. Rene Kindermann war damals vor Ort.

MDR SACHSEN Di 19.07.2022 14:40Uhr 02:03 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/meissen/audio-hochwasser-meissen-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

Mehr aus Sachsen