Neue Tierarten Wildgehege Moritzburg sattelt wegen Afrikanischer Schweinepest auf Wildpferde um

30. Juni 2022, 12:56 Uhr

Wegen der Afrikanischen Schweinepest darf das Moritzburger Wildgehege keine Wildschweine mehr halten. Deshalb sind dort jetzt Wildpferde zu sehen. Auch eine Großhuhnrasse, Toulouser Gänse und Steinböcke sind neu. Bis Jahresende sollen noch Wisente folgen. Sie ersetzen die glücklose Elchhaltung.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) zwingt das Wildgehege Moritzburg zum Umsatteln. Weil die Wildschweine wegen der Afrikanischen Schweinepest abgeschafft werden mussten, werden nun dort Wildpferde gezeigt. Mit neuen Tierarten soll die Attraktivität der Naherholungseinrichtung im Landkreis Meißen gesteigert werden, wie Forstbezirksleiter Markus Biernath MDR SACHSEN sagte. Die drei Wildpferde wurden aus dem Tierpark Riesa geholt und haben sich inzwischen eingelebt.

Auch die Minischweine mussten wegen der Afrikanischen Schweinepest weichen. In deren Gehegen leben nun Brahma-Hühner und Toulouser Gänse. Neben Wildtieren will das Wildgehege auch mehr heimische Nutztiere zeigen. So gibt es im Streichelgehege der Ziegen auch Sachsenhühner.

Wisente sollen ins Elchgehege einziehen

Nach dem Tod eines älteren Wolfes wurde auch das dortige Gehege neu besetzt - mit vier Steinböcken. Inzwischen ist ein erstes Kitz geboren. Da das Wildgehege in der Vergangenheit zuletzt mit der Elch-Haltung kein Glück hatte, sollen laut Biernath voraussichtlich Ende des Jahres robustere Wisente ins ehemalige Elch-Gehege einziehen.

Das vergangene Jahr war mit weniger als 100.000 Besuchern das schlechteste Jahr in der Geschichte des Wildgeheges - cornabedingt und wegen Sturmschäden im Herbst.

MDR (lam)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus Dresden | 30. Juni 2022 | 10:30 Uhr

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