Polizeieinsatz Wegen sexualisierter Gewalt gegen Kinder: Razzia in 22 Wohnungen

Die Polizei hat mehr als 20 Wohnungen in Dresden und zwei benachbarten Landkreisen durchsucht. Bei der Razzia gegen sexualisierte Gewalt an Kindern wurden 175 digitale Speichermedien wie Handys und Computer beschlagnahmt.

Bundespolizisten gehen bei einer Razzia in eine Wohnung.
Auf der Suche nach Beweisen für sexualisierte Gewalt gegen Kinder klingelte die Polizei an 22 Wohnungen in Dresden und zwei Nachbar-Landkreisen (Symbolbild). Bildrechte: dpa

Bei einer Razzia hat die Polizei insgesamt 22 Wohnungen durchsucht. Die Beamtinnen und Beamten waren in Dresden und in den Landkreisen Meißen und Osterzgebirge-Sächsische Schweiz im Einsatz. Laut Staatsanwaltschaft Dresden stand die Razzia im Zusammenhang mit aktuellen Ermittlungsverfahren gegen 22 Beschuldigte.

Beschlagnahmte Handys und Computer werden ausgewertet

Bei den Durchsuchungen wurden 53 Handys, 38 Computer und 184 andere digitale Speichermedien sichergestellt. Aktuell gab es keine Haftungsbefehle, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt MDR SACHSEN. Die umfangreiche Speichertechnik würde jetzt ausgewertet.

Laut Staatsanwaltschaft habe es sich um 22 voneinander unabhängige Ermittlungsverfahren gegen 22 verschiedene Beschuldigte gehandelt, sagte Oberstaatsanwalt Schmidt.

160 Kriminalisten und Polizisten im Einsatz

An den Durchsuchungen waren am Montag 160 Kriminalisten und Bereitschaftspolizisten aus Sachsen beteiligt. Drei ähnliche gemeinsame Einsätze hatte es 2021 bereits gegeben. Auch 2022 fanden bisher inklusive der aktuellen Razzia drei Einsätze statt. Für den Bereich sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sieht die Staatsanwaltschaft eine signifikante Zunahme von Ermittlungsverfahren und will diesem Anstieg "effektiv begegnen".

MDR (wm)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | NACHRICHTEN | 06. Juli 2022 | 14:00 Uhr

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