Internationaler Aktionstag Dresdner Grundschule will Kinder mit "Laufbussen" zu Fuß sicher ans Ziel bringen

Am internationalen "Zu Fuß zur Schule"-Tag soll das "Elterntaxi" stehen bleiben. Der Verkehrsclub Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk rufen am Donnerstag, dem 22. September, zu mehr Bewegung auf. In Dresden gibt es zudem eine Demonstration für mehr Fußgängersicherheit.

Erstklässler mit Sicherheistwesten überqueren einen Fußgängerübergang mit Ampel.
Mit "Laufbussen" sollen sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig auf einer festgelegten Route von zu Hause abholen und gemeinsam auf den Weg zur Schule machen. Das zumindest ist auch eine Idee der 63. Grundschule in Dresden. Bildrechte: dpa

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Statt im Auto der Eltern sollen Schülerinnen und Schüler lieber zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller unterwegs sein: So lautet das Motto des internationalen Aktionstages "Zu Fuß zur Schule", der am 22. September stattfindet. Auch Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher sind aufgerufen, das Auto stehen zu lassen.

"Laufbusse" für mehr Sicherheit auf dem Schulweg

In Deutschland koordiniert das Aktionsbündnis "Zu Fuß zur Schule" die Aktionstage vom 19. bis 30. September. Schulen und Kindergärten können sich mit eigenen Projekten anmelden. Mit dabei ist auch die 63. Grundschule Dresden: Hier werden "Laufbusse" organisiert. Dabei holen sich die Kinder gegenseitig zu Fuß von zu Hause ab und machen sich gemeinsam und in der Sicherheit der Gruppe auf den Weg zur Schule. Die Route wird dabei vorher abgesprochen. Am Anfang laufen die Eltern mit, danach sind die Kinder selbstständig unterwegs.

Demonstration am Stresemannplatz für mehr Fußgängersicherheit

Fußgängersicherheit bleibt währenddessen ein Problem in der sächsischen Landeshauptstadt, auf das der Kreisverband Bündnis 90/Grüne mit einer Demonstration und Petition aufmerksam machen will. Dresdener Gefahren-Hotspot aus Sicht des Kreisverbands: der Stresemannplatz. Dieser werde von vielen Auto- und Lkw-Fahrern genutzt, um Ampeln und Staus auf der Fetscher- und Borsbergstraße auszuweichen. Nicht alle Verkehrsteilnehmer würden sich hier an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.

Zwei Erstklässler stehen neben einem Auto und warten, bis ein Auto vorbeigefahren ist.
"Elterntaxis", die die Schülerinnen und Schüler zur Schule fahren, sollen heute stehen bleiben. Bildrechte: dpa

Petition mit 500 Unterschriften ohne konkrete Folgen

Am Stresemannplatz seien vor allem Kinder zu Fuß unterwegs und damit den Gefahren des Verkehrs ausgesetzt, insbesondere seit es keine Schülerlotsen mehr gibt. Die Petition fordert geschützte Straßenübergänge und Zebrastreifen, den Einsatz von Schülerlotsen und den Durchgangsverkehr zu reduzieren. 500 Unterschriften von Anwohnern seien zusammengekommen, praktische Schritte von Seiten der Politik fehlten aber bisher.

Verletzte Fußgänger im Straßenverkehr in Dresden leicht rückläufig

Nach Angaben der Stadt Dresden sind im vergangenen Jahr 141 Fußgänger im Straßenverkehr verletzt worden. Die Zahl ist damit leicht rückläufig, im Jahr 2020 waren es 157.

MDR (lst)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 22. September 2022 | 10:30 Uhr

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