Rettungseinsatz Transporterfahrer nach Unfall am Dreieck Nossen gestorben - Stau bis in die Nacht

Ausgerechnet an dem Tag, als sich ADAC und Autobahnamt am Dreieck Nossen getroffen haben, um über eine höhere Verkehrssicherheit zu sprechen, hat es dort den nächsten schweren Unfall gegeben - mit tödlichem Ausgang. Die A4 war zwischen Wilsdruff und dem Dreieck Nossen mehrere Stunden voll gesperrt.

Unfall A4 Willsdruff
Vier Fahrzeuge waren an dem Unfall am Mittwoch beteiligt. Bildrechte: Roland Halkasch

Auf der A4 ist es am Mittwoch erneut zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Dabei ist ein 50 Jahre alter Mann ums Leben gekommen, wie die Polizeidirektion Dresden am frühen Abend mitteilte.

Er starb, als zwischen der Anschlussstelle Wilsdruff und dem Dreieck Nossen der 51-jährige Fahrer eines Sattelzuges auf den Kleintransporter des Mannes auffuhr, der dort an einem Stauende stoppte. Der Transporter wurde daraufhin auf einen vor ihm stehenden Sattelschlepper geschoben. Der wiederum krachte ebenfalls auf einen vor ihm stehenden Lastzug krachte. Alle vier Fahrzeuge wurden beschädigt. Der Fahrer des am Ende des Staus aufgefahrenen Sattelzuges erlitt ebenfalls schwere Verletzungen.

Trümmerteile von Lkw liegen auf der Autobahn
Die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle werden sich bis in den Abend ziehen. Bildrechte: xcitePRESS

Kilometerlange Staus

Die Autobahn war in Richtung Chemnitz nach Angaben des MDR-Verkehrsdienstes im Baustellenbereich mehrere Stunden voll gesperrt. Die Polizei leitete die Fahrzeuge, die in der Sperrung standen, nach und nach von der Autobahn herunter.

Gegen 18 Uhr wurde eine Fahrspur wieder freigegeben. Wegen der Bergungs- und Reinigungsarbeiten auf der beengten Straße löste sich der Stau weiterhin nur sehr langsam auf. Von anfangs 16 Kilometer waren es um 23 Uhr immer noch acht Kilometer Stau, der sich erst in den Nachtstunden auflöste. Zuvor gab es auch erhebliche Staus und Behinderungen auf den umliegenden Bundesstraßen und Umleitungsstrecken.

Gespräche zwischen ADAC und Autobahnamt

In den vergangenen Wochen hatte es in dem Bereich mehrfach schwere Unfälle gegeben. Am Mittwoch haben sich der Autoklub ADAC und Vertreter der Autobahn GmbH auf der Autobahnbaustelle Nossen getroffen. Der ADAC macht die Verkehrsführung für die Häufung von Unfällen verantwortlich.

Wir sind der Meinung, dass man die Verkehrsführung verbessern kann, sodass in dem Bereich, wo A4 und A14 zusammentreffen, der Verkehr ineinanderfließt und dann erst an der Baustelle vorbeigeführt wird. Wir haben aber auch generell ein Problem, dass im vergangenen Jahr drei Streifen zur Verfügung standen und es kaum Staus gab. In diesem Jahr hat man sich für zwei Streifen für den Verkehr entschieden, sodass die Bauzeit verkürzt werden kann. Das wollen wir im Gespräch mit der Autobahn GmbH klären, was kann man tun, um hier diese Dauerstaus zu beseitigen.

Helmut Büschke ADAC Sachsen

Über das Ergebnis des Treffens ist bisher nichts bekannt.

Quelle: MDR/bj/dk/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 09. Juni 2021 | 16:30 Uhr

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