Tierseuche Erneut Vogelgrippe in Dresden festgestellt

Sachsen wird derzeit von verschiedenen Tierseuchen heimgesucht. Während in Ostsachsen die Schweinepest wütet, sind jetzt in Dresden wieder Fälle der Vogelgrippe festgestellt worden. Die Stallpflicht für Geflügel wurde deshalb verlängert.

Hühner im Stall
Geflügel, wie zum Beispiel Hühner, darf derzeit nicht aus dem Stall raus. Bildrechte: IMAGO / Georg Ulrich Dostmann

In Dresden ist erneut die Vogelgrippe festgestellt worden. Wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte, wurde die Geflügelpest mit dem Subtyp H5N1 seit 3. Februar bei sechs verendet aufgefundenen Wildgänsen, zwei Schwänen und einem Mäusebussard nachgewiesen. "Bis auf eine Ausnahme lagen die Fundorte alle in unmittelbarer Nähe zur Elbe. Zwei weitere Verdachtsfälle werden aktuell vom Friedrich-Loeffler-Institut abgeklärt", hieß es.

Geflügelpest Sperrbezirk (Tierseuchenwarnschild ) 3 min
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MDR AKTUELL Do 21.03.2019 10:48Uhr 03:07 min

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Stallpflicht um 30 Tage verlängert

Auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge seien Ausbrüche der Geflügelpest bei drei Wildgänsen in Elbnähe bestätigt worden. Aufgrund der landesweiten Verbreitung des Virus sei von einem hohen Eintragsrisiko durch direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel auszugehen, teilte die Verwaltung weiter mit. Die Allgemeinverfügung vom 10. Februar 2022 zur Aufstallungspflicht sämtlichen Geflügels in der 500-Meter-Zone rechts und links der Elbe einschließlich des Alberthafens werde für weitere 30 Tage verlängert. Im Klartext heißt das: Die Tiere müssen im Stall bleiben.

Vogelgrippe oder Geflügelpest Die Klassische Geflügelpest ist eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza (den Vogel betreffende Grippe) bei Geflügel und anderen Vögeln. Sie wird durch bestimmte Viren verursacht - anders als es die Bezeichnung "Geflügelpest" (Pest wird durch Bakterien ausgelöst) vermuten lässt.

Diese "Vogelgrippe", wie sie in der Öffentlichkeit bezeichnet wird, ist eine Tierseuche, welche bei Einschleppung in Nutzgeflügelbestände hohe Verluste verursachen kann und deshalb frühzeitig Maßnahmen erfordert.

MDR(sth)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 11. März 2022 | 18:30 Uhr

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