Nahverkehr VVO rechnet mit hohen Verlusten durch Corona-Pandemie

Der Verkehrsverbund Oberelbe rechnet coronabedingt mit finanziellen Einbußen in Höhe von 30 Millionen Euro. Das habe eine Verbandsversammlung zu den Folgen der Corona-Pandemie ergeben, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Mit dem Corona-Rettungsschirm wolle der Bund 50 Prozent der Schäden ausgleichen. Der Freistaat hatte angekündigt, 70 Prozent des Restbetrages auszugleichen.

Der Verkehrsverbund forderte den Freistaat Sachsen am Donnerstag auf, den offenen Differenzbetrag ebenfalls zu übernehmen. Nur dadurch könne die hohe Qualität des Nahverkehrs über die Pandemie hinaus dauerhaft sichergestellt werden, sagte Verbandsvorsitzender und Landrat Michael Harig.

Michael Harig
Verbandsvorsitzender Michael Harig rief den Freistaat auf, offene Differenzbeträge zu übernehmen. Bildrechte: IMAGO

Finanzierung von Schülerfreizeittickets steht in Frage

Im VVO sind zwölf Verkehrsunternehmen organisiert. Noch im vergangenen Jahr habe man eine Umsatz von 192 Millionen Euro erwirtschaftet, hieß es. Durch den Einbruch der Fahrgastzahlen habe man nun aber mit erheblichen Verlusten zu kämpfen. Der VVO teilte mit, dass die Finanzierung des Plus-Bus-Netzes sowie des Schülerfreizeittickets nun in Frage steht. Da die Subvention zum Jahresende auslaufe, sei die Zukunft offen.

Das sächsische Wirtschaftsministerium kündigte an, sich beim Finanzminister für eine Aufstockung der Mittel einzusetzen. Daher sollten alle "ausgleichsfähigen Schäden" auch angemeldet werden. Die Unterstützung für die Anbieter des ÖPNV dürfe im Zweifel nicht an einer prozentualen Grenze scheitern, so Verkehrsminister Martin Dulig.

Quelle: MDR/dpa/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.10.2020 | 18:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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