Plötzliche Erkrankung Früherer Landesbischof Rentzing im künstlichen Koma

Landesbischof Carsten Rentzing
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Der frühere sächsische Landesbischof Carsten Rentzing ist lebensgefährlich erkrankt. Nach einem plötzlichen Herzstillstand und erfolgter Wiederbelebung befinde er sich im künstlichen Koma, bestätigte am Mittwoch das Evangelisch-Lutherische Landeskirchenamt Sachsens auf Anfrage. Er werde in einer Dresdner Klinik behandelt.

Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz habe die Nachricht mit großer Betroffenheit aufgenommen: "Wir beten für die Genesung unseres ehemaligen Landesbischofs und um Kraft für seine Familie", sagte Bilz in Dresden.

Kritik an Schriften aus Studienzeit

Der heute 53-jährige Rentzing war ab September 2015 Landesbischof der Landeskirche. In einem bundesweit einmaligen Vorgang trat er im Oktober 2019 von seinem Bischofsamt zurück und arbeitet seitdem wieder als Pfarrer der sächsischen Landeskirche.

Zuvor war bekannt geworden, dass er in seiner Studienzeit demokratiefeindliche Texte veröffentlicht und Kontakte zu rechtskonservativen Milieus hatte. Seit vergangenem November ist Rentzing Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands für die Kontakte mit den lutherischen Kirchen in Mittel- und Osteuropa.

Quelle: MDR/lam/KNA/epd

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