Katastrophenschutz 4,3 Millionen Euro für neue Sirenen-Technik in Sachsen

Sirene auf einem Dach
In Sachsen gibt es derzeit 3.200 Sirenen, die notfalls die Menschen warnen können. Bildrechte: dpa

Sachsen soll rund 4,3 Millionen Euro für neue Warnsirenen aus einem Bund-Länder-Sonderprogramm bekommen. "Wir sollten jedes Warnmittel nutzen, das faktisch zur Verfügung steht, denn jede Warnung kann Menschenleben retten", meinte Innenminister Roland Wöller (CDU). Das Förderprogramm hat ein Gesamtvolumen von 88 Millionen Euro und wird derzeit in Berlin erarbeitet. Der Bund hat das Programm als Reaktion auf die aktuelle Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aufgelegt. Auch der missglückte Warntag am 10. September 2020 spielte eine Rolle. 

Was wird damit gefördert?

  • Das Geld kann verwendet werden, um neue Sirenen zu beschaffen und alte zu erneuern.
  • Die Montage neuer Sirenen auf Dächern wird mit 10.000 Euro unterstützt.
  • Für eine Sirene auf einem frei stehenden Mast gibt es 17.000 Euro Fördergeld.
  • Für die Aufrüstung bestehender Anlagen sind 1.000 Euro vorgesehen.

Landkreise für Standorte der Sirenen zuständig

Nach Angaben des Innenministeriums gibt es in Sachsen zur Zeit 3.200 Sirenen. Verantwortlich für die Auswahl eines konkreten Sirenen-Standortes sind die Landkreise und kreisfreien Städte. Nach dem Jahrhundert-Hochwasser 2002 hatte Sachsen den Kommunen 1,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, damit die in gefährdeten Regionen ihre Sirenenanlagen in Schuss halten. In der Zeit von 2004 bis 2006 wurden mehr als 400 neue Sirenen aufgestellt und etwa 600 neue Steuerungen installiert, informierte das Innenministerium.

Was die Sirenentöne in Sachsen bedeuten, erfahren Sie hier.

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 25. August 2021 | 08:00 Uhr

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