Hilfsaktion Markkleeberger Fluthelfer auf dem Weg ins Katastrophengebiet

Die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands hat auch in Sachsen für große Betroffenheit gesorgt. Erinnerungen an die eigenen leidvollen Erfahrungen mit den plötzlich in die Städte und Dörfer strömenden Wassermassen werden wach. So kommt es, dass sich die Fluthelfer aus dem Freistaat die Klinke in die Hand geben. Während die einen zurückkehren, machen sich andere auf den Weg.

Helferteam aus Colditz und Grimma in der Eifel
Die Feuerwehrleute aus Colditz werden jetzt von den Kollegen aus Markkleeberg abgelöst. Bildrechte: Florian List

30 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Markkleeberg, Borna, Regis-Breitingen, Machern und Lossatal sind am Sonnabend in das Hochwassergebiet in Rheinland-Pfalz gefahren. Sie lösen dort die Kameraden der Wehren aus Colditz, Bennewitz und Thallwitz ab. Ziel des Einsatzes sei die Gemeinde Rech im Landkreis Ahrweiler. "Geplant ist, dass vor Ort in kleinen Gruppen punktuell Hilfe geleistet wird", sagte Markkleebergs Stadtsprecher Daniel Kreusch. Die Kameraden seien zunächst bis Dienstag vor Ort. "Wie es dann weitergeht, kann ich noch nicht sagen", teilte der Sprecher mit und fügte an:

Der Kreisbrandmeister sagt, die Lage vor Ort entwickele sich dynamisch und schnell. Fast stündlich ergeben sich neue Aufgaben, Anforderungen und Notwendigkeiten.

Daniel Kreusch Sprecher der Stadt Markkleeberg

Für den Einsatz haben Firmen und Privatpersonen laut Kreusch Hilfsmittel wie Hochdruckreiniger, Schaufeln oder Schubkarren gespendet.

EXAKT_Fluthilfe-GRIMMA 12 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Exakt Mi 21.07.2021 20:15Uhr 12:01 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Rückkehr von 123 Dresdner Feuerwehrleuten

Während die einen Helfer ins Flutgebiet aufbrechen, kommen andere wieder nach Hause. Wie die Dresdner Feuerwehr mitteilte, sind am Freitag 123 Dresdner Kameraden nach ihrem Einsatz in Rheinland-Pfalz wieder zurückgekehrt. Die diensthabenden Feuerwehrabteilungen und die Einsatzleitung empfingen die Männer und Frauen und schlossen den Einsatz gemeinsam bei einem kleinen Abendessen ab.

Letzter Schluck Wasser für die Helfer

In einer Pressemitteilung sprachen die Einsatzkräfte einen ausdrücklichen Dank an die Bevölkerung im Krisengebiet aus. Demnach wurden sie im Katastrophengebiet "mit einer unglaublichen Herzlichkeit und tiefer Dankbarkeit empfangen". So mancher habe den letzten Schluck Wasser abgegeben, um ihn den Einsatzkräften anbieten zu können.

Corona-Schnelltest für die Kameraden

Neben der Vollzähligkeit von Mannschaft und Gerät kontrollierten und dokumentierten die Einsatzkräfte gemeinsam erste Schäden und Verluste. Laut Feuerwehr wurde allen rückkehrenden Einsatzkräften ein Corona-Schnelltest angeboten. Im Verlauf des Sonnabends werden die insgesamt 33 Fahrzeuge, die in Rheinland-Pfalz zum Einsatz kamen, sowie weitere Geräte auf Funktion und Zustand hin überprüft. Darüber hinaus müssen die Fahrzeuge laut Feuerwehr gründlich gereinigt und zum Teil dekontaminiert werden.

Quelle: MDR/bb/sth/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig | 23. Juli 2021 | 15:30 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Sachsen