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Was kommt nach Corona? Ein Bürgerforum soll die langfristigen Folgen der Pandemie diskutieren. Bildrechte: IMAGO / Christian Grube

Forum CoronaSächsischer Bürgerrat diskutiert die Folgen von Corona

von MDR SACHSEN

Stand: 17. Juli 2021, 12:18 Uhr

Der Bürgerrat "Forum Corona" kommt am Sonnabend zu seiner ersten Sitzung zusammen. Ziel des Gremiums ist es, über die langfristigen Folgen der Corona-Krise zu sprechen und Empfehlungen an die Politik zu formulieren. Dazu wurden nach Angaben des Ministeriums für Justiz und Demokratie 50 Einwohner per Zufall ausgelost. Zudem können Bürger über ein Beteiligungsportal selbst Themenvorschläge einreichen.

Im Bürgerrat "Forum Corona" sollen 50 Menschen aus ganz Sachsen in Empfehlungen zur Bewältigung der Corona-Krise entwickeln und sie anschließend der Staatsregierung überreichen. Initiiert wurde das Gremium von der Sächsischen Staatsregierung. Bis Ende Juli können zudem alle sächsischen Bürgerinnen und Bürger über das Beteiligungsportal Sachsen Themenvorschläge für den Bürgerrat einreichen.

"Lebendige Demokratie"

Bürgerbeteiligung sei ein wichtiges Element für eine lebendige Demokratie, erklärte Demokratieministerin Katja Meier (Bündnis 90/Die Grünen).

Bildrechte: imago images/photothek

Ich schätze das Engagement und die Beteiligung aller Teilnehmenden des 'Forum Corona' sehr. Alle Sächsinnen und Sachsen, die ihre Sichtweise in die Diskussion des Bürgerrates einbringen möchten, können dazu das Beteiligungsportal nutzen. So gestalten wir bürgerschaftliche Beteiligung auf vielfältigen Ebenen. Ich freue mich auf das Forum und bin gespannt auf die Ergebnisse.

Katja Meier | Demokratieministerin Sachsen

Vielfalt der Bevölkerung

Die Teilnehmenden des Bürgerrats wurden zufällig ausgelost und spiegeln in ihrer Zusammensetzung die Vielfalt der sächsischen Bevölkerung wider, teilte der Freistaat mit. Das erste Treffen am Sonnabend findet im virtuellen Raum statt und wird von Ministerpräsident Michael Kretschmer und den Staatsministerinnen Katja Meier und Petra Köpping eröffnet. Die Teilnehmenden können dann in einer Talk-Runde zu Corona und den Folgen in Sachsen Input für weitere Diskussionen sammeln.

Ergebnisse im Frühjahr 2022

An dem Panel nehmen auch Prof. Dr. Hans Vorländer, Direktor des Zentrums für Verfassungs- und Demokratieforschung an der TU Dresden, Andreas Szabó, Journalist und Blogger, sowie die Künstlerin und Kulturschaffende Nazanin Zandi teil. Die Veranstaltung kann über einen Livestream mitverfolgt werden. Im Anschluss findet dann die erste, nicht öffentliche Sitzung des "Forum Corona" als Videokonferenz statt. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2022 vorliegen und dann an Landtag und Regierung übergeben werden.

Quelle: MDR/lt