Krieg in der Ukraine Glockenläuten für den Frieden

Mit einem mahnenden Friedensläuten wollen Kirchen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt gegen den Krieg in der Ukraine protestieren. Während der europaweiten Aktion sollen die Glocken um 12 Uhr sieben Minuten lang für den Frieden läuten.

Glocken in einem Kirchturm
Bildrechte: Pixabay

An dem europäischen Glockenläuten von Kirchen und Domen als Protest gegen den Krieg in der Ukraine beteiligt sich am Donnerstagmittag unter anderem die Frauenkirche Dresden. Die Friedensglocke Jesaja, die größte Glocke im achtstimmigen Geläut der Frauenkirche werde um 12 Uhr ertönen, teilte die Stiftung Frauenkirche Dresden am Mittwoch mit.

Sieben Minuten Läuten

Naumburger Dom
Auch der Naumburger Dom beteiligt sich an dem europaweiten Glockenläuten. Bildrechte: imago/epd

Wie die Europäische Vereinigung der Dombaumeister, Münsterbaumeister und Hüttenmeister ankündigte, beteiligen sich auch der Dom zu Meißen, der Naumburger Dom und der Merseburger Dom an der Aktion. Demnach sollen die Glocken jeweils sieben Minuten lang läuten. Jede Minute stehe für einen Tag seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine.

"Mit dem Läuten erklären wir uns solidarisch mit den Menschen, die diesen Krieg aushalten und um ihr Leben bangen, die den Widerstand gegen eine Übermacht organisieren müssen, die vor dem Krieg fliehen müssen, die den Mut haben, gegen die Kriegstreiber in ihrem Land zu protestieren und die in den Ländern leben, die unmittelbar von diesem Krieg betroffen sind“, erklärte die Dombauvereinigung.

Jede und jeder, der die Glockentöne vernimmt, sei eingeladen, innezuhalten und den Friedensruf in sich aufzunehmen, hieß es.

Friedensandacht in der Frauenkirche

Bereits am Mittwochabend ist in der Dresdner Frauenkirche eine Friedensandacht gehalten worden. Sie wurde musikalisch gestaltet vom ukrainischen Pianisten Alexey Botvinov und dem Geiger Daniel Hope. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier appellierte dabei an Russlands Präsidenten Wladimir Putin, den Krieg zu beenden.

Dem Aufruf zum Glockenläuten am Donnerstagmittag wollen sich außerdem Kirchen in Frankfurt, Lübeck, Essen, Konstanz und Wien anschließen. Das sogenannte "Brandläuten" soll nach dem Willen der Dombauvereinigung an vielen Orten Europas zu hören sein.

MDR (tta)/epd

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN – Das Sachsenradio | 03. März 2022 | 12:00 Uhr

11 Kommentare

kleiner.klaus77 vor 17 Wochen

Es ist ja Fastenzeit, und da geht es immer auch um kritische Selbstbesinnung. Zum Beispiel hinsichtlich der Frage, warum es nicht gelungen ist, das wirklich göttliche Geschenk von 1989/90 zu einer dauerhaften europäischen Friedensordnung zu nutzen, sondern man wieder alles verspielt hat. Die Gründe sind wie üblich in den sieben Todsünden zu suchen: die Eitelkeit, die Gier, die Wollust, der Zorn, die Maßlosigkeit, der Neid, die Trägheit und immer an das Wort vom Splitter und vom Balken denken, sprich: zuerst vor der eigenen Tür kehren!

Fakt vor 17 Wochen

@kleiner.klaus77:

Die "Unterstellung" war lediglich eine Retourkutsche auf Ihre Unterstellung.
Nebenbei wissen auch Sie offenbar nicht, was das Geläut bedeutet. Zur Bedeutung haben Sie jedenfalls nichts geschrieben, Sie haben lediglich die Bezeichnung "Angelus-Läuten" erwähnt. Na ja, zumindest die Bedeutung des 12-Uhr-Läutens und des 18-Uhr-Läutens können Sie ja nun bei mir nachlesen.

kleiner.klaus77 vor 17 Wochen

@Fakt
Aus ihrer Antwort geht nicht hervor, ob sie katholisch, evangelisch oder Sonstetwas sind.
Wenn in katholischen Gegenden 6 Uhr, 12 Uhr und 18 Uhr die Glocken läuten, nennt man das Angelus-Läuten, aber Danke für ihre Unterstellungen, leider habe ich nichts anderes von Ihnen erwartet. Aber aus ihrer Antwort geht hervor, dass sie sich trotz ungenügenden Wissens sich gerne ungefragt in andere Diskussionen einmischen, aufgrund ihres schlechten Diskussionsstiles beende ich hiermit jedwede Diskussion mit Ihnen!

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