Bewegung Geocaching - Handy-Schatzsuche als Freizeitalternative im Lockdown

Bewegung an der frischen Luft tut gut und macht den Kopf frei. Eine gute Motivation zum Rausgehen ist ein Ziel oder ein Schatz. Die moderne Schatzsuche heißt heutzutage Geocaching und die funktioniert auch im Lockdown.

Zwei junge Personen im Wald suchen einen Geocache
Geocaching geht auch im Lockdown. In der Regel finden sich selbst im 15-Kilometer-Radius um die eigene Wohnung viele kleine Schätze. Bildrechte: imago images / Panthermedia

Sie sind ganz leicht zu erkennen: Einer der Gruppe hat immer ein Handy in der Hand und alle stapfen durch den Wald und über die Wiesen. Sie schauen sich um und suchen hier und da. Geocaching nennt sich der Freizeitvertreib. Es handelt sich dabei um eine Art digitale Schatzsuche.

Auch Antje, Maxim und Stefan Müller sind auf diese Weise gern im Freien unterwegs. "Es macht Spaß, dass man etwas finden soll", wie Maxim, der Jüngste der Familie, erzählt. Seine Mutter freut sich vor allem über die körperliche Bewegung: "Alle hundert Meter ist etwas versteckt und damit werden die Kinder animiert, immer weiter zu laufen." Und schon seien schnell mal drei Stunden an der frischen Luft rum und fünf Kilometer geschafft.

Diana Lichtenthal aus Antonshöhe im Erzgebirge ist schon länger leidenschaftliche Geocacherin. "Wir benutzen das Geocaching auf Reisen als Reiseführer, weil es einen wirklich an landschaftlich schöne Orte bringt, die halt nur die Einheimischen kennen." So habe die Erzgebirgerin dank digitaler Schatzsuchen schon Schluchten, Höhlen und verlassene Bergwerke erkundet.

Verschiedene Schwierigkeitsgrade

Spannend kann Geocaching aber auch im heimischen Wald sein, findet Diana Lichtenthal. Sie hat im Erzgebirgswald auch selbst Cashes gelegt, also Schätze versteckt. Dabei gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, je nachdem, wo das Versteck liegt und wie unwegsam das Gelände ist, erklärt Lichtenthal. Das gehe von T1 bis T5. Der Schwierigkeitsgrad T5 sei meistens mit einer speziellen Ausrüstung verbunden. So müsse man etwa mit einem Boot eine Insel erreichen oder brauche eine Angel oder Kletterausrüstung, um an ein Versteck hoch oben in einem Baum zu kommen. Wer einen Schatz versteckt hat, trägt die GPS-Daten ins Internet. Die führenden Plattformen sind dabei geocaching.com und opencaching.de.

Per GPS benutzen wir quasi millionenteure Satelliten, um Tupperdosen im Wald zu finden.

Diana Lichtenthal Geocacherin

Meist handelt es sich bei den Schätzen um kleine Filmdosen oder Tupperboxen, in denen Logbücher liegen und wo sich der erfolgreiche Schatzsucher eintragen kann. Manchmal gibt es auch kleine Tauschobjekte, also Figuren, kleine Spielzeuge oder Schlüsselanhänger. Deshalb sollte ein Geocacher auch immer eine kleines Tauschuntensil dabei haben.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio |20.01.2021 | 10:47 Uhr

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