Geschlossene Schwimmhallen DLRG fürchtet um Einsatzfähigkeit von Rettungsschwimmern

Rettungsschwimmerin übt ihre Einsatzfähigkeit. Sie krault mit einem gelben Gegenstand mit der Aufschrift "DLRG" durchs Wasser.
Eine Rettungsschwimmerin trainiert für ihren Einsatz für die DLRG. Bildrechte: Erik Hoffmann

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Sachsen ist besorgt um die Einsatzfähigkeit ihrer Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer. Weil wegen der Corona-Pandemie erneut Schwimmhallen geschlossen sind, könne nicht trainiert werden. Die "schnelle Rettungsfähigkeit" müsse man aber trainieren, sagte DLRG-Geschäftsführer Sebastian Knabe in Dresden. Er hoffe, dass die Hallen bald wieder geöffnet werden. Sonst könnte es im nächsten Sommer große Probleme bei der Absicherung der Badegewässer geben.

Zehn Kilometer joggen ist etwas anderes als zehn Kilometer schwimmen.

Sebastian Knabe Geschäftsführer DLRG Sachsen

Die Grundlagen des Rettungsschwimmens verlerne man nicht. Das sei wie Radfahren, erläuterte Knabe. Aber Kondition und Ausdauer müssten im Wasser trainiert werden. Es helfe nicht, wenn sich Rettungsschwimmer stattdessen mit anderen Sportarten fit hielten. Aller zwei Jahre müssen diese ihre Rettungs- und Einsatzfähigkeit bei der DLRG in einer Prüfung beweisen. Dazu gehöre auch das Tauchen und Schleppen von bewusstlosen Personen.

Diesen Sommer waren in Sachsen rund 700 Frauen und Männer als Rettungsschwimmer im Einsatz.

leere Schwimmhalle
Sächsische Schwimmhallen sind momentan geschlossen. Wie das Lausitzbad in Hoyerswerda, das hier zu sehen ist. Bildrechte: Lausitzbad Hoyerswerda/Matthias Brauer

Quelle: MDR/sm/dpa

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