Unwetter Nach Gewitter stirbt Mann in Weißwasser bei Auspumpen eines Kellers

Bei schweren Unwettern ist am Sonntagabend in Weißwasser ein Mann ums Leben gekommen. Er wollte in einer Kleingartenanlage am Halbendorfer Weg seinen Keller auspumpen und erlitt dabei einen Stromschlag. Feuerwehreinsätze nach Gewittern gab es auch in Freiberg und im Kreis Zwickau an der Grenze zum Vogtland.

Gewitter Weißwasser
In Weißwasser ging ein heftiger Gewitterguss nieder. Bildrechte: Lausitznews.de

Bei schweren Unwettern ist am Sonntagabend in Weißwasser ein Mann ums Leben gekommen. Das teilte die Polizei auf Nachfrage von MDR SACHSEN mit. Gegen 18:15 Uhr wollte der Mann demnach in einer Kleingartenanlage am Halbendorfer Weg seinen Keller auspumpen und erlitt dabei einen Stromschlag. Der Notarzt konnte nur den Tod des Mannes feststellen.

Die Rettungsleitzentrale in Hoyerswerda registrierte am Abend 81 Einsätze im Raum Weißwasser, vor allem wegen überfluteter Straßen und vollgelaufener Keller. Am Montagmorgen gab es zunächst an keinen Kontrollpegeln an sächsischen Flüssen erhöhte Wasserstände.

Kleinere Überflutungen bei Freiberg und Zwickau

Nach Reporterangaben gab es auch in der Bergstadt Freiberg kleinere Überflutungen, zu denen die Feuerwehr anrücken musste. Laut Polizei stand ein Straße kurz unter Wasser, zwischen Oederan und Flöha wurde ein umgestürzter Baum gemeldet.

Die "Freie Presse" berichtet zudem von Feuerwehreinsätzen in der Gemeinde Crinitzberg im Landkreis Zwickau, nachdem innerhalb kurzer Zeit bis 60 Liter Regen auf den Quadratmeter gefallen waren. Dem Blatt zufolge waren dort Keller im Ortsteil Bärenwalden vollgelaufen, Geröll wurde auf Straßen gespült.

Wetterdienst hatte vor schweren Gewittern gewarnt

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor für Sonntag eine amtliche Warnung vor schwerem Gewitter in vielen Teilen von Sachsen herausgegeben. Bereits am vergangenen Wochenende hatten starke Regenfälle in der Sächsischen Schweiz und in der Lausitz heftige Überschwemmungen verursacht.

Tief "Dirk" sorgt für Schauer und Gewitter

Es bleibt auch am Montag und in den Folgetagen gewittrig. Grund ist eine Umstellung der Großwetterlage: Hoch "Dana" zieht nach Nordosten ab und dadurch nimmt der Einfluss von Tief "Dirk" weiter zu. Mittels einer Südwestströmung wird in der Folge feuchte Luft nach Sachsen transportiert. Die Temperaturen bleiben dabei sommerlich.

Quelle: MDR/sth/lam/ja

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 26. Juli 2021 | 05:30 Uhr

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