Bildung Mehr Studienplätze an Sachsens Hochschulen geplant

Der Freistaat Sachsen soll als Hochschulstandort für die Zukunft fit gemacht werden. Wie das funktionieren soll, hat Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow im sogenannten Hochschulentwicklungsplan 2025 vorgestellt. Unter anderem seien mehr Studienplätze und teilweise bessere Arbeitsbedingungen in der Lehre geplant.

Studierende mit Mund- und Nasenmaske sitzen in einem Hörsaal
(Symbolbild). Der Freistaat möchte langfristig mehr Studierende nach Sachsen locken. Bildrechte: dpa

Die Qualität von Lehre und Studium an Sachsens Hochschulen soll flächendeckend und dauerhaft gestärkt werden. Das geht aus dem angepassten Hochschulentwicklungsplan 2025 hervor, den Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) am Dienstag dem Sächsischen Kabinett vorgestellt hat.

Justizminister Sebastian Gemkow
Sebastian Gemkow (CDU) ist seit Ende 2019 Wissenschaftsminister im Freistaat Sachsen. Bildrechte: MDR/Cindy Baumgart

Erhöhung von Studienplatzkapazitäten

Laut Gemkow sieht der Plan dabei unter anderem vor, dass rund 101.000 Menschen in Sachsen studieren sollen. Um diese Zahl an Studierenden auszubilden, sollen ab 2024 bis zu 800 neue Stellen für Lehrpersonal geschaffen werden. Der vorstellte Entwicklungsplan sehe zudem die Erhöhung von Plätzen in "Studienfächern der staatlichen Daseinsvorsorge" vor. Gemeint sind damit folgenden Studiengänge:

  • 120 zusätzliche Plätze in der Zahnmedizin
  • Erhöhung der Lehramtsstudienplätze von derzeit 2.400 auf 2.700
  • Einrichtung des Studiengangs Hebammenkunde an den Medizinischen Fakultäten in Leipzig und Dresden (60 Studienanfängerplätze insgesamt, Leipzig bereits gestartet)
  • Aufbau von Bachelorstudiengängen Psychologie / Masterstudiengängen Psychotherapie an den Universitäten in Chemnitz, Dresden und Leipzig

Mit dem Ausbau von Studienplatzkapazitäten in mehreren Studienfächern der staatlichen Daseinsvorsorge übernimmt der Freistaat klar gesellschaftliche Verantwortung. Finanzielle Spielräume, die uns der Zukunftsvertrag eröffnet, nutzen wir für mehr dauerhafte Beschäftigung an den Hochschulen.

Sebastian Gemkow (CDU) Wissenschaftsminister Sachsens

Vorab Diskussion mit verschiedenen Akteuren

Im Rahmen eines Anhörungsverfahrens hatten die Hochschulen, die Studierendenschaft, die Gewerkschaften, Forschungseinrichtungen sowie weitere Beteiligte und Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft, Gelegenheit im vornherein Stellung zum vorgestellten Hochschulentwicklungsplan zu beziehen. Es habe einen "breiten Konsens" zu den wesentlichen Änderungen gegeben, hieß es. Ergänzt worden sei beispielsweise, dass die 14 staatlichen Hochschulen die Gleichstellung von Minderheiten als Zielsetzung anerkennen. Dabei wurde laut Ministerium insbesondere der Stellung der Sorben Rechnung getragen.

Quelle: MDR/kh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 14. September 2021 | 19:00 Uhr

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