Landwirtschaft Imker in Sachsen ernten weniger Honig

Imker bei der Arbeit
Dick eingepackt und mit Schutzvisier: ein Imker bei der Arbeit mit den Bienen. Bildrechte: colourbox.com

Sachsens Imker haben in diesem Jahr weniger Honig geerntet als noch im Vorjahr. Im Schnitt seien es knapp 30 Kilogramm gewesen, sagte der Honigobmann des Verbandes Sächsischer Imker, Sven Richter, der Nachrichtenagentur dpa. 2019 waren es mehr als 39 Kilo je Bienenvolk. Insgesamt holten die im Verband organisierten Imkerinnen und Imker mehr als 1.070 Tonnen von dem süßen Gold aus den Waben.

Trotz Corona-Pandemie konnten sie mit ihren Bienenvölkern auf Wanderschaft gehen, um Sortenhonige wie Raps, Robinie oder Buchweizen zu ernten. Der Bund hatte die Imkerei im Frühjahr 2020 als systemrelevant eingestuft - auch wegen der Bestäubungsleistung von Bienen für viele Pflanzen.

Witterung und Marienkäfer Schuld an geringerer Ernte

Für den geringeren Ertrag in diesem Jahr machte Richter die Witterung verantwortlich. Vielerorts habe es in die Robinienblüte geregnet, während es vor der Lindenblüte zu trocken gewesen sei. Waldhonig habe es kaum gegeben. Es werde vermutet, dass das auch am häufigen Auftreten des asiatischen Marienkäfers liege, sagte Richter. Dieser Maikäfer vertilge an Bäumen mehr Läuse, die den Honigtau produzieren. Den wiederum sammeln Bienen und verarbeiten ihn zu Waldhonig.

Hobby-Imkerei immer beliebter

Die geringere Ernte sei für die meisten Imker aber kein Grund zur Sorge, denn es ist ein Hobby, sagt Richter. Seit Jahren begeistern sich auch in Sachsen immer mehr Menschen für Bienen. Die Zahl der Imker hat sich seit 2010 fast verdoppelt: von gut 3.800 auf rund 7.500 im vergangenen Jahr, wie das Sächsische Agrarministerium auf Anfrage mitteilte. Die Imker halten rund 58.400 Bienenvölker, mehr als 20.000 mehr als noch vor zehn Jahren.

Quelle: MDR/sm/dpa

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