Corona Sächsische Impfkommission empfiehlt Booster-Impfungen für alle ab 18 Jahren

Sechs Monate nach den ersten beiden Corona-Impfungen sollten alle Menschen ab 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung ins Auge fassen. Diese Empfehlung hat jetzt die Sächsische Impfkommission ausgesprochen. Bisher legten Experten vor allem Älteren und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen die Booster-Impfung ans Herz.

Neben drei Spritzen befinden sich Buchstabenwürfel mit dem Schriftzug Boosterimpfung.
Geht es nach der Sächsischen Impfkommission, sollte jetzt jeder ab 18 Jahren eine Booster-Impfung bekommen. Bildrechte: imago images/Steinach

Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt ab sofort allen Menschen ab 18 Jahren eine sogenannte Booster-Impfung. Wie die Kommission mitteilte, könne frühestens sechs Monate nach der Grundimmunisierung eine sogenannte Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff verabreicht werden, hieß es. Neueste Daten belegen demnach, dass die Impfung für alle Altersgruppen das Risiko deutlich reduziert, ernsthaft an Corona zu erkranken. Bisher war die Booster-Impfung vor allem für Ältere und Personen mit Risikoerkrankungen gedacht.

Petra Köpping
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Petra Köpping Sächsische Gesundheitsministerin

Moderna-Impfstoff nur noch ab 30 Jahren

Neben der Empfehlung zur Booster-Impfung hat die SIKO gleichzeitig ihre Position zum Moderna-Impfstoff ("Spikevax") geändert. Obwohl dieser ab zwölf Jahren zugelassen ist, sollte er laut SIKO nur noch ab 30 Jahren geimpft werden. Hintergrund sind neueste Studien aus dem Oktober, die auf eine etwas größere Zunahme von Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen hindeuten. Solche Nebenwirkungen, die in der Regel innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung auftreten können, sind den Angaben zufolge in Sachsen in der Altersklasse bis 30 Jahre bisher allerdings nicht bekannt. Zudem seien sie insgesamt sehr selten.

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 29. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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