Unions-Kanzlerkandidat Sächsische CDU stellt sich hinter Laschet

Armin Laschet (CDU, l), Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, und Markus Söder (CSU), Ministerpräsident des Landes Bayern
Sowohl Armin Laschet (li.) als auch Markus Söder wollten Unions-Kanzlerkandidat werden. Am Ende hat sich Laschet durchgesetzt. Bildrechte: dpa

In Umfragen hatte er zuletzt deutlich vorn gelegen. Knapp drei Viertel der Unionsanhänger hätten sich als Kanzlerkandidat lieber Markus Söder gewünscht. Auch der sächsische Landesverband soll ihn favorisiert haben. Nachdem sich nun aber der CDU-Bundesvorstand mit großer Mehrheit hinter Armin Laschet gestellt hat, wollen das auch die Verantwortlichen in Sachsen akzeptieren.

Hartmann: "Ich kann sehr gut mit Armin Laschet leben."

"Ich hatte mich für Markus Söder ausgesprochen, kann aber mit Armin Laschet sehr gut leben", sagte der CDU-Fraktionschef im Sächsischen Landtag, Christian Hartmann. Entscheidend sei, dass man das Ergebnis nun gemeinsam trage und geschlossen in den Wahlkampf ziehe, sagte er.

Kretschmer: "Markus Söders Verhalten zeigt seine Größe."

Ähnlich sieht das auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der sich im Vorfeld der Abstimmung im CDU-Bundesvorstand nicht in die Karten schauen ließ, wen er bevorzugte: "Es gab viel Unterstützung für Markus Söder, aber sein Verhalten zeigt auch seine Größe. Es kann am Ende nur einen geben", betonte Michael Kretschmer. Es gebe Zeiten des Wettbewerbs und es gebe den Tag der Entscheidung. "Danach gehen wir gemeinsam voran", so der Ministerpräsident, der gleichzeitig auch Vorsitzender der sächsischen Landes-CDU und Mitglied im CDU-Bundespräsidium ist.

Dierks: "Wir müssen jetzt eine Mannschaft sein."

Geschlossenheit hält auch CDU-Generalsekretär Alexander Dierks für das Gebot der Stunde: "Die Entscheidung ist sehr deutlich für Armin Laschet ausgefallen. Jetzt geht es darum, geschlossen als Mannschaft für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten in diesen Wahlkampf zu ziehen", sagte Dierks. Sein Chef Michael Kretschmer mahnte in diesem Zusammenhang an, dass die CDU nun in einem nächsten Schritt ein "wirklich ambitioniertes Regierungsprogramm" vorlegen muss.

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 20. April 2021 | 19:00 Uhr

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