Edelmetalle Auto-Katalysatoren werden zu beliebtem Diebesgut

Der Weltmarkt nimmt auf so einiges Einfluss, zum Beispiel den aktuellen Spritpreis. Allerdings können die internationalen Preise auch subtiler Einfluss nehmen, zum Beispiel beim Diebstahl von Autoteilen. Aktuell gibt es nämlich viele Polizeimeldungen, in denen von entwendeten Auto-Katalysatoren die Rede ist. Und das hat einen Grund: teure Edelmetalle.

Ein Mann hält einen alten Katalysator mit beiden Händen in die Kamera.
Auch alte Katalysatoren können noch viel Geld wert sein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Diebe haben es immer häufiger auf Katalysatoren von Autos abgesehen. Zu diesem Ergebnis kommen sowohl Polizei und Straßenwacht als auch der ADAC. Während im Jahr 2015 knapp 100 Fälle von geklauten Katalysatoren in Sachsen durch die Straßenwacht registriert worden sind, waren es 2020 schon mehr als 400 Fälle. Der technische Berater des ADAC Dresden, Thomas Kubin, geht davon aus, dass sich die Zahl 2021 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verdoppeln wird.

Teure Edelmetalle

Laut Thomas Kubin ist der Katalysator besonders beliebt wegen der darin verbauten Edelmetalle wie Palladium, Platin oder Rhodium. Etwa fünf Gramm der Metalle seien in einem Bauteil enthalten, für die man Preise von bis zu 300 Euro erzielen könne. Betroffen seien laut Kubin besonders ältere Fahrzeuge, bei denen die Diebe gut an die Katalysatoren herankommen. Der ADAC rät Autofahrern, ihre Fahrzeuge möglichst an gut einsehbaren, beleuchteten Orten abzustellen.

Quelle: MDR/cs/kh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | im Regionalreport aus dem Studio Dresden | 22. Oktober 2021 | 14:30 Uhr

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