Gottesdienste, Andachten, Zeiten der Stille Innehalten in Sachsen für die Verstorbenen der Corona-Pandemie

Tobias Bilz (l), Landesbischof der Evangelischen Landeskirche Sachsen, hält in der Frauenkirche bei einer Andacht der Pandemie-Opfer in der Corona-Krise eine Fürbitte.
Tobias Bilz, Bischof der Evangelischen Landeskirche Sachsen, hält in der Frauenkirche bei einer Andacht der Pandemie-Opfer in der Corona-Krise eine Fürbitte. Bildrechte: dpa

Am Sonntag wurde an vielen Orten in Deutschland der Corona-Toten gedacht. Auch in Sachsen wurde mit Kerzen und Blumen an Gedenkorten, Andachten und Schweigeminuten an die Verstorbenen erinnert. Unter dem Titel "Zeit zur Klage – Raum für Hoffnung" öffneten evanglische und katholische Kirchen in Sachsen sowie die Häuser weiterer Glaubensgemeinschaften ihre Türen für ein gemeinsames Innehalten.

Landesbischof hält Fürbitte in Frauenkirche

An der Andacht im Hauptraum der Dresdner Frauenkirche beteiligten sich unter anderem Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz und Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Gemeinsam mit dem katholischen Generalvikar des Bistums Dresden-Meißen, Andreas Kutschke, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sowie dem Stiftungsratsvorsitzenden der Stiftung Frauenkirche Dresden, Joachim Hoof, sprachen sie Gebete. Im Anschluss wurden Kerzen entzündet. Die Leitung der Andacht hatte der frühere Pfarrer der Dresdner Kreuzkirche, Joachim Zirkler.

Hinter den Zahlen stehen Schicksale

Bei der zentralen Gedenkfeier für die Opfer der Corona-Pandemie in Berlin hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) die Gesellschaft zur Anteilnahme aufgefordert. Täglich würden die Menschen auf Infektionsraten und Todeszahlen blicken und sie bewerten, sagte Steinmeier. Sein Eindruck sei jedoch, dass die Gesellschaft sich nicht genug bewusst mache, dass hinter den Zahlen menschliche Schicksale und Tragödien stehen. Eine Gesellschaft, die dieses Leid verdränge, werde Schaden nehmen, mahnte der Bundespräsident.

Seit Beginn der Pandemie sind bundesweit fast 80.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Allein in dieser Woche wurden in Sachsen 180 Todesfälle gemeldet. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten im Freistaat auf mehr als 8.800.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sachsenspiegel | 18. April 2021 | 19:00 Uhr

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