Früh dran Sächsische Kommunen decken sich mit Streusalz ein

Trotz sommerlicher Temperaturen bereiten sich die Kommunen in Sachsen bereits auf Eis und Schnee im Winter vor. Viele füllen aktuell ihre Streusalz-Lager auf, tätigen Bestellungen oder planen dies zu tun. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben.

Mitarbeiter Ronny Hempel schüttet 2014 mit einem Bagger Streusalz im Streusalzdepot der Autobahnmeisterei in Dresden.
Bei jeder sächsischen Kommune schlagen allein die Kosten für Streusalz mit mehreren Hunderttausend Euro zu Buche (Archivbild). Bildrechte: dpa

Sachsens Streusalzlager sind nie ganz leer und doch sorgen die Städte und Kommunen bereits jetzt vor, damit die kalte Jahreszeit kommen kann. "Aufgrund eines bestehenden Rahmenvertrages werden die Lager in der Regel laufend nachgefüllt und sind nie leer", heißt es beispielsweise aus dem Landkreis Nordsachsen.

In Dresden wird laut einer Sprecherin aktuell der Bedarf für den kommenden Winter abgefragt. Auch die Stadt Leipzig hat noch kein Salz bestellt, will damit aber voraussichtlich im Herbst beginnen.

Ausschreibungen laufen in Meißen und Leipziger Land

Die Landkreise Meißen und Leipzig haben derweil Streusalzlieferungen für rund 300.000 Euro ausgeschrieben. Zu den Materialkosten kommt der finanzielle Aufwand für Fahrzeuge, Personal und Geräte. Die Kosten dafür lagen im Landkreis Görlitz im vergangenen Winter bei 2,5 Millionen Euro, davon allein 770.000 Euro für Streumittel.

Mann streut Salz
Im Winter heißt es wieder: Schnee schippen und Salz streuen. Bildrechte: colourbox

Früh bestellen bringt Preisvorteile

Der Bauausschuss des Vogtlandkreises hat etwa in dieser Woche beschlossen, Tausende Tonnen Streusalz anzuschaffen. 6.800 Tonnen Auftausalz sollten schon vor Beginn der kalten Jahreszeit die Lager der Straßenmeistereien "zu 100 Prozent" auffüllen, teilte der Landkreis mit. Die Kommune setzt unter anderem auf eine frühe Anschaffung, weil das Preisvorteile verschaffe. Wer jetzt kauft, bekommt die Tonne Salz für 64,85 Euro. Im Winter steigt der Preis auf knapp 80 Euro. Insgesamt werden den Angaben zufolge 766.000 Euro fällig für Streumittel, um die Straßen im Vogtlandkreis befahrbar zu halten. Der Anteil des Kreises beträgt dabei 215.000 Euro.

Vorsorge auch in Sachsens Bergregion

Der Erzgebirgskreis hat für diesen Winter auch bereits Verträge über Salzlieferungen abgeschlossen. Schon jetzt haben die Lieferungen von 14.550 Tonnen Auftausalz begonnen, um die Lager aufzufüllen, wie der Kreis mitteilt. Im vergangenen Winter wurden 16.500 Tonnen Salz verbraucht - ähnlich viel wie im Landkreis Mittelsachsen.

Quelle: MDR/sm/dpa

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