Laschet-Nachfolger gesucht Kretschmer will nicht für den CDU-Vorsitz kandidieren

Wer folgt auf Armin Laschet als CDU-Chef? Diese Frage wird die Union in den kommenden Wochen beschäftigen. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wird als Kandidat gehandelt. Doch der wiegelt ab.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen
Ministerpräisdent Michael Kretschmer will nicht CDU-Vorsitzender werden. Bildrechte: dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will nicht für Laschets Nachfolge im Amt des Parteichefs kandidieren. "Ich bleibe Sachsen treu", sagte der 46-Jährige der "Sächsischen Zeitung". Kretschmer war neben den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, und dem Saarland, Tobias Hans, als möglicher Anwärter auf die Nachfolge von Armin Laschet gehandelt worden.

"Ich habe in Sachsen eine wichtige Aufgabe, die ich nicht nur erfüllen muss, sondern erfüllen will", sagte Kretschmer weiter. Er wolle bis 2024 in einem "schwierigen Bündnis", wie er die in Sachsen regierende Koalition aus CDU, Grünen und SPD bezeichnete, weiterhin das Land voranbringen. Kretschmer ist seit Dezember 2017 Ministerpräsident in Sachsen. Nach der Landtagswahl 2019 wurde er im Amt bestätigt.

Kein klarer Favorit in Sicht

Ob er für einen CDU-Stellvertreter in Erwägung komme, ließ Kretschmer allerdings offen. "Ich kann mir vorstellen, bei der Neuaufstellung der CDU mitzuwirken", sagte Kretschmer. "Aber das hängt von den Personen ab, die vorne stehen."

Einen klaren Favoriten für den Parteivorsitz sehe er derzeit noch nicht. "Es geht jetzt nicht nur darum, dass jemand an die Spitze der CDU kommt, der nicht nur am besten unsere bürgerlich-konservativen Werte vertritt", sondern der auch für ein "starkes und modernes Nachvornegehen in die Zukunft steht".

Quelle: MDR/Oliver Leiste, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14. Oktober 2021 | 05:00 Uhr

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