Beförderungsverbot Eisenbahnen stellen Verbindungen nach Tschechien ein

orang-weißer Triebwagen
Bildrechte: Bernd Schädlich

Das von Bund und Ländern verhängte Beförderungsverbot nach Tschechien hat massive Auswirkungen auf den Fahrplan der Eisenbahnen. Wie die Länderbahn mitteilte, kommt es ab Sonntag bei vielen Verbindungen der Vogtlandbahn und des Trilex zu Ausfällen.

So verkehrt der RB 1 Zwickau - Falkenstein - Kraslice nur noch bis Zwotental. Von und nach Klingenthal gibt es einen Ersatzverkehr. Der RB 2 Zwickau - Plauen - Adorf - Cheb fährt nur noch bis Bad Brambach. Der RB 5 Mehlteuer - Plauen - Falkenstein - Kraslice fährt bis Zwotental. Von und nach Klingenthal gibt es ähnlich wie beim RB 1 einen Ersatzverkehr.

Beim Trilex fährt der RB 61/RE 2 Dresden - Zittau - Liberec nur noch bis Zittau. Der L7 Seifhennersdorf/Rybniste - Zittau - Hradek - Liberec fährt ohne Halt in Deutschland. Einen Ersatzverkehr gibt es zwischen Seifhennersdorf und Zittau.

Eurocity endet und beginnt in Decin

Auswirkungen hat das Beförderungsverbot auch auf den Fernverkehr durch das Elbtal. Zwischen Bad Schandau/Dresden und Berlin/Hamburg/Kiel fallen alle Eurocity-Züge aus. Diese Züge werden von der Tschechischen Staatsbahn und der Ungarischen Staatsbahn gestellt. Sie enden vorerst aus Osten kommend in Decin (Tetschen-Bodenbach) und fahren von dort zurück. Bereits am Sonnabend waren Verbindungen ausgefallen, damit keine ausländischen Zuggarnituren in Deutschland stranden. Betroffen sind neben sämtlichen als "Berliner" vermarkteten Züge zwischen Kiel/Hamburg/Berlin und Prag, der Eurocity "Hungaria" zwischen Hamburg und Budapest sowie der Railjet "Vindobona" zwischen Berlin und Graz.

Die Deutsche Bahn setzt auf deutschem Gebiet keine eigenen Ersatzzüge für diese Eurocitys sowie für den Railjet ein und verweist Reisende auf die Intercity-Züge der Linie Dresden - Berlin - Rostock sowie Umsteigeverbindungen über Leipzig.

Kein Zug zwischen Sebnitz und Schöna

Zwischen Sebnitz und Schöna fallen alle Züge der Nationalparklinie U28 aus. Wie der Verkehrsverbund Oberelbe mitteilte, fahren ersatzweise Busse. Diese Linie wird zwar mit deutschen Triebwagen gefahren, allerdings unter Regie und mit Personal der Tschechischen Staatsbahn.

Nach Angaben der Tschechischen Staatsbahn wird von Karlovy Vary (Karlsbad) aus Johanngeorgenstadt derzeit nicht angefahren. Die Züge wenden demnach auf tschechischem Gebiet in Potucky (Breitenbach). Bei der Deutschen Bahn stehen sie noch grenzüberschreitend im Fahrplan.

Eingestellt sind auch regionale Busverbindungen, die zwischen Sachsen und Tschechien verkehren.

Bundesregierung verschärft Regeln für die Einreise

Die Bundesregierung hatte wegen der Corona-Pandemie am Freitag die Regeln für die Einreise aus mehreren EU-Staaten erneut verschärft und teilweise auch Grenzkontrollen angeordnet. Neben Tschechien und Tirol in Österreich gilt ab Sonntag auch für die Slowakei ein Beförderungsverbot.

Quelle: MDR/sth/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.02.2021 | ab 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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