Bewerbungsendspurt Sachsen sucht 257 Schulassistenten fürs neue Schuljahr

Wer sich auf dem Stellenportal der sächsischen Regierung umsieht, findet seit dieser Woche mehr als 250 offene Stellen für Schulassistentinnen und -assistenten. Die werden landesweit für alle Schularten für das kommende Schuljahr gesucht. Ein Bund-Länder-Programm ermöglicht die Neueinstellungen. Ob sich genügend pädagogisch ausgebildete Fachkräfte bewerben werden?

Die Schülerin Tamina Teufel (r), ein Kind mit Down-Syndrom, sitzt am 05.03.2015 in Rottenburg (Baden-Württemberg) im Schulunterricht neben der Schulassistentin Jessica Spangenberg (l). (zu dpa: «Schulbegleiter für behindertes Kind - Wer zahlt?» vom 09.12.2016)
Bildrechte: dpa

Sachsen hat für das neue Schuljahr ab Herbst 257 offene Stellen für schulassistentinnen und -assistenten ausgeschrieben. Sie sollen Lehrkräfte im Unterricht unterstützen und helfen, pandemiebedingte Lernunterschiede auszugleichen. Durch das Bund-Länder-Programm namens "Aufholen nach Corona" sind für Sachsen 200 Stellen mehr möglich, als ursprünglich geplant, teilte das sächsische Kultusministerium mit.

Corona-Lücken schließen

Zur Zeit arbeiten 195 Schulassistenten sowie 39 Schulverwaltungsassistenten an sächsischen Schulen. Mit den geplanten Neueinstellungen würde sich die Zahl mehr als verdoppeln. "Gerade jetzt können die Assistenzkräfte den Lehrerinnen und Lehrern helfen, indem sie einzelne Schülerinnen und Schüler oder Schülergruppen bei Vertiefungs- und Förderangeboten außerhalb des Unterrichts oder in Ergänzung zur Stundentafel unterstützen und begleiten", sagt Kultusminister Christian Piwarz.

Welche Ausbildung sollten Schulassistenten haben?

Gesucht werden Menschen mit klassischer pädagogischer Ausbildung wie Erzieher, Kindergärtnerinnen, Sozialpädagogen, Fremdsprachler, aber auch Integrationsmittler mit interkulturellen Erfahrungen, Logopäden, Ergotherapeuten und Personen mit Verwaltungserfahrung, erklärt Pressesprecher Dirk Reelfs. Denn:

Der Markt ist stark umkämpft und endlich. Gerade im ländlichen Raum wird es schwierig werden.

Dirk Reelfs Sprecher des sächsischen Kultusministeriums

Obwohl auch Kitas, Verbände und andere Organisationen händeringend Pädagogen suchen, hofft Reefs, dass sich viele Interessierte bewerben und Schulen aller Schularten Fachkräfte auswählen können. Die Schulen entscheiden selbst, in welcher Form sie die Schulassistentinnen und -assistenten einsetzen. Die Bewerbungsfrist endet am 16. Juli.

Was verdienen Schulassistenten?

Die Stellen sind vorerst bis 31. Juli 2023 befristet. Der Verdienst der künftigen Angestellten richtet sich nach deren Qualifikation. Laut Kultusministerium sind dafür die Eingruppierungen nach Ländertarifvertrag der Gruppen S4 (Vollzeit, niedrigste Stufe Grundgehalt: 2669,59 Euro brutto im Monat) bis S8b (Vollzeit höchste Stufe 4.453,29 Euro brutto/Monat) vorgesehen.

Die Jobangebote sind auf dem Stellenportal der Staatsregierung hier veröffentlicht.
Tipp: In der Suchmaske bei Qualifikationsebene das Feld klicken: "Duale Berufsausbildung, Meister und vergleichbar".

Quelle: MDR/kk

Mehr aus Sachsen

Ein Haus 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das Schauspielhaus Chemnitz ist in den ehemaligen Spinnereimaschinenbau gezogen.
Ab 1. Oktober wird dort der kleine Ostflügel bespielt.
Hintergrund sind die anstehenden Renovierungsarbeiten im Schauspielhaus.

28.09.2021 | 17:06 Uhr

Di 28.09.2021 17:00Uhr 00:47 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/chemnitz/chemnitz-stollberg/video-chemnitz-schauspielhaus-spinnbau-interim-theater-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video