Hygienekontrollen Erhebliche Mängel in 1.260 Lebensmittel-Betrieben in Sachsen

Die Landesuntersuchungsanstalt (LUA) hat im vergangenen Jahr 2021 in Sachsen knapp 42.000 Betriebe kontrolliert. Dabei wurden bei drei Prozent (1.260 Betriebsstätten) erhebliche Mängel festgestellt. Das geht aus dem Jahresbericht der Behörde hervor. Demnach mussten 24 Hersteller von Lebensmitteln oder Bedarfsgegenständen vorübergehend schließen. Der überwiegende Teil der anderen amtlichen Maßnahmen seien jedoch Bescheide gewesen mit Aufforderungen, Mängel zu beseitigen, zudem Verwarnungen und Bußgeldverfahren.

Lebensmittelkontrolle
Rund 42.000 Betriebe sind in Sachsen 2021 von Hygiene-Experten kontrolliert worden. In 1.260 gab es erhebliche Mängel, 24 Hersteller mussten vorübergehend schließen (Symbolfoto). Bildrechte: Colourbox

Riskantes zeitnah erkannt und entfernt

Sozialministerin Petra Köpping (SPD) sieht den Verbraucherschutz bei Lebensmitteln trotz hoher Belastung der Kontrollbehörden in Sachsen gewährleistet. "Auch 2021 haben Coronavirus und Afrikanische Schweinepest die LUA vor extreme Herausforderungen gestellt", sagte sie. Durch eine gute fachliche Kommunikation und schnelles Handeln der beteiligten Behörden habe man risikobehaftete Produkte zeitnah erkennen und vom Markt nehmen können.

615 gesundheitsgefährende Produkte in Sachsen

Dabei erinnerte das Sozialministerium an das europaweite Schnellwarnsystem, das im Fall von gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln oder Futtermitteln greift. 2021 seien insgesamt 8.670 Schnellwarnmeldungen eingegangen, von denen 615 auch in Sachsen vertriebene und als potenziell gesundheitsgefährdend eingeschätzte Produkte betrafen.

MDR (kk)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 23. August 2022 | 06:00 Uhr

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