Infrastruktur Ausbau Flughafen Leipzig/Halle - Unterlagen liegen öffentlich aus

Ein Cargo-Flugzeug landet am Flughafen Leipzig/Halle in Schkeuditz
DHL ist der wichtigste Frachtkunde in Leipzig/Halle. Das Unternehmen will weiter wachsen und der Flughafenbetreiber will dafür den Airport ausbauen. Bildrechte: imago images/photothek

Der Flughafen Leipzig/Halle will weiter wachsen und eines seiner Vorfelder erweitern. Dafür hatten die Flughafenbetreiber im August dieses Jahres eine Baugenehmigung bei der Landesdirektion Sachsen beantragt. Nun sind die Antragsunterlagen fertig und können ab sofort öffentlich eingesehen werden.

Bürgermeinung gefragt

Die Auslegung erfolgt in den jeweiligen Stadt- und Gemeindeverwaltungen. Im Freistaat Sachsen sind das Schkeuditz, Leipzig, Wiedemar, Delitzsch, Rackwitz, Krostitz, Taucha, Jesewitz, Eilenburg und Thallwitz. In Sachsen-Anhalt werden die Unterlagen in Kabelsketal, Schkopau, Halle, Merseburg, Bad Lauchstädt, Landsberg und in Sandersdorf-Brehna ausgelegt.

Darüber hinaus werden die Unterlagen ab sofort auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen bereitgestellt. Bis zum 15. Februar können nach Angaben der Landesdirektion Anregungen, Bedenken und Hinweise vorgebracht werden.

Mehr Platz, mehr Flugverkehr

Bei dem Bauvorhaben des Flughafens geht es im Wesentlichen um die Erweiterung des Vorfeldes 4, den Bau zusätzlicher Rollwege, Flächen für die Flugzeugenteisung, eine Schneedeponie sowie sonstige Neben- und Entwässerungsanlagen.

Durch die Erweiterung des Vorfeldes könnten künftig 96 DHL-Frachtflieger pro Nacht gleichzeitig be- und entladen werden. Bislang werden bis zu 60 Maschinen pro Nacht abgefertigt.

Quelle: MDR/bb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.11.2020 | 09:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

3 Kommentare

Pilsvergiftung vor 48 Wochen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich halte den Ausbau von Flughafen leider allgemein für das falsche Zeichen, wenn man das Thema Klimawandel und Klimaschutz seitens der Landesregierungen und Bundesregierung ernst nehmen würde.
Der weitere Transport erfolgt zudem meist mit dem LKW, anstatt mit der Bahn
Letztlich ist aber auch unser Konsumverhalten mit verantwortlich. Dieses war ja auch schon vor Corona immer mehr auf den Online-Handel orientiert. Der "Verbrauch" bzw die Nutzung regionaler Produkte, ist m. E. trotz vieler Lippenbekenntnisse eine vernachlässigte volkswirtschaftliche Richtung.
Wir importieren mehr oder weniger kurzlebige Ressourcen und Produkte aus aller Welt und exportieren ein paar Jahre später wieder unseren Müll.
Ich komme aus der Metropolregion Nürnberg, dort ist z. B. ein neuer Autobahn-Zubringer zum Flughafen geplant. Schieben Anbindung besteht bisher nur durch eine teils eingleisige U-Bahn, natürlich nicht für Frachtverkehr geeignet. Zerstört wird dabei Bannwald

Harka2 vor 49 Wochen

So beeindruckend es ist, wenn die Maschinen nach Mitternacht da alle paar Sekunden vom Himmel fallen, bin ich doch froh, dass ich nicht in der Einflugschneiße wohne. Die Kisten starten nämlich am nächste Morgen auch recht fix wieder (was ich für eine beeindruckende logistische Meisterleistung halte).

Ops vor 49 Wochen

Über die Zahl 60 Flieger pro Nacht kann ich nur schmunzeln. Das ist schon lange vorbei es sind Stand jetzt zwischen 75 bis 85 pro Nacht

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