Tierwohl Das chillige Leben der Hereford-Rinder an den Elbwiesen bei Torgau

Seit 2017 setzt das Unternehmen "Hereford Elbweiderind Graditz" in der Nähe von Torgau auf Weiderinder für eine gesunde und nachhaltige Ernährung. Bei der ersten Elbweiderind-Wanderung am Sonntag erklärten die Mitarbeiter rund 200 interessierten Besuchern, warum artgerechte Haltung von Tieren auch gut ist für die Geschmacksnerven.

Elbweiderindwanderung im Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz"
Die Hereford-Rinder weiden friedlich im Naturschutzgebiet an der Elbe. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay

Bei sommerlichem Wetter zog es am Sonntag rund 200 Ausflügler an die Elbe bei Torgau. Bei der ersten Elbweiderind-Wanderung im Naturschutzgebiet "Alte Elbe Kathewitz" konnten sich die Besucher über artgerechte Weidehaltung von Rindern und nachhaltige Ernährung informieren. Von Pülswerda aus ging es entlang der Elbe zum zwei Kilometer entfernten Weideland der rund 50 Hereford-Rinder.

Artgerechte Haltung im Vordergrund

Eingeladen hatte das Unternehmen "Hereford Elbweiderind Graditz", deren Mitarbeiter Alternativen zum verbreiteten Fleischkonsum aufzeigten und die Idee hinter dem Hofkonzept erläuterten. Die neugierigen Besucher informierten sich dabei über die artgerechte Haltung der Tiere. So lege man beim Graditzer Hof Wert auf eine ganzjährige Freilandhaltung, die Fütterung mit natürlichen Erzeugnissen wie Heu und Weidegras, sowie Verzicht auf den Einsatz von Hormonen oder Antibiotika bei der Zucht. Das Ergebnis ist laut Hersteller ein aromatisches, zartes und gesundes Fleisch.

Bildergalerie Erste Elbweiderind-Wanderung

Bei sommerlichen Temperaturen hat das Unternehmen "Hereford Elbweiderind" zur ersten Elbweiderind-Wanderung eingeladen. Vom Gutshof in Pülswerda ging es zwei Kilometer entlang der Elbe zur Weidefläche.

Elbweiderindwanderung im Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz"
Der Gutshof in Pülswerda war Startpunkt der Wanderung. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Elbweiderindwanderung im Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz"
Der Gutshof in Pülswerda war Startpunkt der Wanderung. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Elbweiderindwanderung im Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz"
Entlang der Elbe ging es bis zur Weidefläche der Hereford-Rinder. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Elbweiderindwanderung im Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz"
Unterwegs erklärten Mitarbeiter die Geschichte des Naturschutzgebiets "Alte Elbe Kathewitz" ... Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Elbweiderindwanderung im Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz"
... und klärten die Besucher über artgerechte Rinderzucht auf. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Elbweiderindwanderung im Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz"
Ochsen und Färsen leben mindestens zwei Sommer auf der Weide. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Elbweiderindwanderung im Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz"
Insgesamt verbringen die Tiere mindestens 20 Monate dort. Die Fütterung erfolgt ausschließlich durch Heu, Weidegras und Wiesenkräuter. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Elbweiderindwanderung im Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz"
Die Hereford-Rinder – eine Züchtung aus Großbritannien – haben einen ausgeprägten Mutterinstinkt. Kälber säugen mindestens fünf bis sechs Monate bei der Mutterkuh. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Elbweiderindwanderung im Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz"
Geschäftsführer Matthias Schneider erklärt die Idee hinter dem Hof. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Elbweiderindwanderung im Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz"
Die Esel bewachen die Herde unter anderem vor Wölfen. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
Elbweiderindwanderung im Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz"
Auch Deckbulle Hans Robert wird argwöhnisch begutachtet als er zur Herde zurückkehrt. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay
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Naturschutzgebiet "Alte Elbe Kathewitz"

Daneben lernten die Besucher etwas über die Geschichte des Lebensraums der Rinder. Die Region "Alte Elbe Kathewitz" ist seit 1997 Naturschutzgebiet und heute das Zuhause von Bibern und vielen Vogelarten. Neben Weiden wachsen hier die bedrohten Flatterulmen und Schwarzpappeln. Durch das regelmäßige Abfressen der Wiesenflächen durch die Rinder wird die Biodiversität erhalten. So zeigt sich, dass die extensive Landwirtschaft zum Erhalt des Lebensraums beiträgt.

Hofladen und Bauernmärkte

Davon könne sich jeder vor Ort überzeugen, sagt Geschäftsführer Matthias Schneider. Es sei ihm wichtig, für Transparenz bei der Fleischherstellung zu sorgen. Die Erzeugnisse werden dann auf dem Pülswerdaer Landgut in der Nähe von Arzberg und auf Bauernmärkten in Leipzig, Torgau und Klosterbuch verkauft.

Quelle: MDR/lt

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