Brand im Munitionsgebiet Bundespolizei hilft beim Löschen in Nordsachsen

Wenn ganze Waldstücke in Brand stehen, ist schnelles und entschlossenes Handeln gefragt. Feuerwehrleute müssen in solchen Situation das abrufen, was sie jahrelang gelernt und eingeübt haben. Jeder Handgriff muss sitzen. Allerdings stoßen auch die besten Kameraden manchmal an ihre Grenzen. Ein mit Munition verseuchter Wald in Nordsachsen hat Feuerwehrleute jetzt gehindert, den brennenden Wald zu betreten. Stattdessen musste ein Löschhubschrauber der Bundespolizei angefordert werden.

Eine große grüne Wiese, in der Mitte ein bläulicher Hubschrauber in der Luft.
Der blaue Hubschrauber der Bundespolizei erhebt sich in die Luft, um in dem Waldstück in Neiden zu löschen. Bildrechte: Eric Pannier / Einsatzfahrten Leipzig

Wegen eines Waldbrandes im nordsächsischen Neiden musste am Freitag ein Löschhubschrauber der Bundespolizei gerufen werden. Wie die Bundespolizei mitteilte, forderte das Landratsamt Nordsachsen den Hubschrauber an, nachdem der am Donnerstag ausgebrochene Brand nicht auf herkömmliche Weise gelöscht werden konnte.

Munition im Boden behindert Löscharbeiten

Hintergrund ist, dass sich die Brandstelle in einem kampfmittelbelasteten Gebiet befindet. Daher konnten die Feuerwehrleute das reichlich 40 Hektar große Waldstück nicht betreten, sondern nur von außen löschen. Rund um den Wald wurde ein 1.000 Meter umfassender Sperrkreis eingerichtet.

Bildergalerie Hubschraubereinsatz bei Waldbrand in Neiden

Eine große grüne Wiese, auf der rechts ein rotes Feuerwehrauto steht und in der Mitte ein bläulicher Hubschrauber am Boden.
Auf der Elbwiese bei Elsnig bereiteten Feuerwehr und Bundespolizei den Einsatz vor. Bildrechte: Eric Pannier / Einsatzfahrten Leipzig
Eine große grüne Wiese, auf der rechts ein rotes Feuerwehrauto steht und in der Mitte ein bläulicher Hubschrauber am Boden.
Auf der Elbwiese bei Elsnig bereiteten Feuerwehr und Bundespolizei den Einsatz vor. Bildrechte: Eric Pannier / Einsatzfahrten Leipzig
Eine große grüne Wiese, auf der rechts ein rotes Feuerwehrauto steht und in der Mitte ein bläulicher Hubschrauber in der Luft.
In einen am Hubschrauber befestigten Faltbehälter pumpten die Kameraden Wasser aus der Elbe und fügten auch noch Löschschaum hinzu. Bildrechte: Eric Pannier / Einsatzfahrten Leipzig
Eine große grüne Wiese, in der Mitte ein bläulicher Hubschrauber in der Luft.
Dann machte sich der Hubschrauber der Bundespolizei auf den Weg zu dem munitionsbelasteten Waldstück in Neiden, das in Brand stand. Bildrechte: Eric Pannier / Einsatzfahrten Leipzig
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Faltbehälter wird über dem Wald geleert

Mehrere Feuerwehren aus der Region Torgau bauten am Freitag zunächst eine Wasserversorgung nahe der Elbe bei Elsnig auf. Das Wasser wurde dann in einen Faltbehälter gepumpt, der an dem Hubschrauber befestigt war. Neben Wasser wurde auch ein Schaummittel beigemischt. Der Hubschrauber warf dann die Flüssigkeit über dem Wald ab.  

Hubschrauber kam aus Brandenburg

Bei dem Löschhubschrauber handelte es sich laut Bundespolizei um einen normalen Hubschrauber, der jedoch mit Löschequipment ausgestattet wurde. Die Hubschrauber sind in Blumberg im Nordosten von Berlin stationiert.

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig | 18. Juni 2021 | 11:30 Uhr

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