Dritte Verhandlungsrunde Gewerkschaft fordert mehr Löhne und Gehälter im Einzelhandel

Seit Juni verhandelt die Gewerkschaft Verdi mit den Arbeitgebern im Einzelhandel in Mitteldeutschland, nach Gewerkschaftsangaben bislang ohne spürbare Fortschritte. Am Mittwoch beginnt nun die dritte Verhandlungsrunde. Verdi verlangt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich.

Streik im Einzelhandel in Leipzig
Seit Beginn der Tarifverhandlungen gab es mehrere Warnstreiks, wie hier in Leipzig. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Fabian Stark

Für die rund 280.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beginnt am Mittwoch in Leipzig die dritte Verhandlungsrunde. Verdi verlangt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich. Zudem fordert die Gewerkschaft ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde.

Bisher kein Kompromiss gefunden

Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde Ende Juni einen Dreijahresabschluss angeboten und für das erste Jahr nach zwei Nullmonaten 2 Prozent, für das zweite Jahr 1,4 Prozent und für das dritte Jahr 2 Prozent Lohnerhöhung. Für Unternehmen, die von der Pandemie betroffen waren, sollen die Erhöhungen je zehn Monate beziehungsweise sechs Monate später gezahlt werden.

Seit Beginn der Tarifverhandlungen am 1. Juni hatte Verdi immer wieder in allen drei Ländern zu Warnstreiks aufgerufen und somit den Druck auf die Arbeitgeber erhöht.

Quelle: MDR/dpa/gh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 28. Juli 2021 | 06:00 Uhr

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