Gewerkschaft GEW fordert mehr Geld für Bildung in armen Regionen Deutschlands

Mehrere Tage hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Leipzig zu einem Gewerkschaftstag getroffen. Die Funktionäre fordern, dass mehr Geld für Bildung in sozial schwache Gegenden von Deutchland fließt. Auch die Integration von Geflüchteten aus der Ukraine soll ihrer Ansicht nach verbessert werden.

Schüler einer 3. Klasse sitzen vor einem Laptop.
Kinder sollen überall in Deutschland mit der bestmöglichen Technik lernen können. Die GEW fordert deshalb eine andere Verteilung der Gelder für Bildung. Bildrechte: dpa

Zum Abschluss ihres außerordentlichen Gewerkschaftstreffens in Leipzig hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine sozialere Verteilung von Bildungsmitteln gefordert. GEW-Vorsitzende Maike Finnern sagte, man müsse dafür sorgen, dass Gelder vor allem in sozial schwachen Gebieten ankommen.

Ungleiche Verteilung von Geld für Bildung

So erhalte etwa ein Kind in Bayern für ein digitales Endgerät 910 Euro, eines in Bremen aber nur 228 Euro, im Bundesdurchschnitt sind es 428 Euro. Der Königsteiner Schlüssel richte sich lediglich nach dem Steueraufkommen und der Bevölkerungszahl eines Bundeslandes und nicht nach sozialen Kriterien, betonte Finnern. "Wir fordern eine alternative Betrachtung mit Blick auf die Finanzleistung und den Bildungsstand der Menschen in den Bundesländern."

GEW verlangt Angebote für Kinder aus der Ukraine

Zudem forderten die Delegierten auf dem Gewerkschaftstag Unterstützung für verlässliche Angebote für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine. "Gerade traumatisierte Kinder brauchen besonders gut ausgestattete Bildungseinrichtungen. Bund und Länder müssen die Voraussetzungen schaffen, damit alle geflüchteten Kinder und jungen Menschen so schnell wie möglich in Kitas, Schulen, Hochschulen oder eine berufliche Qualifizierung aufgenommen werden können", betonte die GEW-Landesvorsitzende in Sachsen, Uschi Kruse.

Uschi Kruse, Vorsitzende GEW, schaut für ein Fot in die Kamera.
Bildrechte: dpa

Bund und Länder müssen die Voraussetzungen schaffen, damit alle geflüchteten Kinder und jungen Menschen so schnell wie möglich in Kitas, Schulen, Hochschulen oder eine berufliche Qualifizierung aufgenommen werden können.

Uschi Kruse sächsische GEW-Vorsitzende

MDR (sth)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 24. Juni 2022 | 19:00 Uhr

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