Hochwasseranlage Flutschutztor in Grimma funktioniert wieder

Blick auf die Hochwasserschutzanlage der Stadt Grimma.
Die rund 60 Millionen Euro teure und komplexe Hochwasserschutzanlage wurde erst im Juni 2019 vollendet. Grimma an der Mulde ist besonders stark hochwassergefährdet. Bildrechte: dpa

Das beschädigte Flutschutztor in Grimma im Landkreis Leipzig funktioniert wieder. Wie die Stadt am Freitag mitteilte, laufen derzeit noch letzte Reparaturarbeiten. Unbekannte hatten Ende Juli unter anderem Verankerungsbolzen beschädigt und Gummi-Dichtungen herausgerissen. Dadurch war die Hochwasserschutzanlage funktionsuntüchtig geworden. Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) hatte die Tat mit scharfen Worten verurteilt. Er sei es leid, Strafanzeigen wegen Vandalismus zu stellen, sagte er.

Ermittlungen zu möglichen Tatverdächtigen laufen noch

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Leipzig wegen Störung öffentlicher Betriebe dauern derweil noch an. Wie eine Sprecherin der Polizeidirektion MDR SACHSEN am Freitag mitteilte, sind einige Hinweise eingegangen. Tatverdächtige gebe es jedoch weiterhin nicht. Die Stadt Grimma hatte Ende Juli 1.000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zu den Tätern führen. Mittlerweile ist diese Summe durch private Spender noch um einige Hundert Euro erhöht worden.

Das Flutschutztor am Grimmaer Volkshausplatz befindet sich an einem der tiefsten Punkte Grimmas und ist daher für den Flutschutz der Stadt besonders wichtig. Schon bei einem geringen Hochwasser der Mulde kann dort ohne Flutschutz Wasser in die Stadt eindringen.

Quelle: MDR/kg/sm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 20. August 2021 | 11:00 Uhr

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