Rettungsaktion Schiffsmühle Grimma-Höfgen vor Kentern gerettet

Schiffsmühle Grimma-Höfgen auf der Mulde.
In der Schiffsmühle auf der Mulde wurde früher Getreide gemahlen. Heute ist sie ein Museum und dient der Stromerzeugung. Bildrechte: NEWS5

Die Schiffsmühle Grimma-Höfgen musste am Mittwoch in ihren Hafen geschleppt werden. Wie die Stadt Grimma mitteilte, war bereits in der vergangenen Woche an der Schiffsmühle ein wichtiges Seil gerissen. Das historische Denkmal drohte dadurch ganz abzureißen. Zudem drang den Angaben zufolge Wasser in das Gebäude ein und es drohte zu kentern. "Wir müssen jetzt grundsätzlich klären, warum Wasser eingedrungen ist", erklärte Oberbrügermeister Matthias Berger.

Rettung unter schwierigen Verhältnissen

Einfach sei der Einsatz bei Nacht und minus 20 Grad jedoch nicht gewesen, erklärte Steffen Kunze, Sachgebietsleiter Brandschutz der Stadt Grimma. Schwächere Seile, fehlende Anschlagpunkte und das sich bewegende Eis auf der Mulde erschwerten Kunze zufolge die Rettung. Im schlimmsten Fall wäre die 70 Tonnen schwere Mühle auf der Mulde auf die Stadt Grimma zugesteuert. Dies hätte laut Feuerwehr sicher Schäden an Brücken und der Hochwassermauer verursacht. Es sei auch nicht sicher, ob die Mühle überhaupt zum Stehen gekommen wäre.

Bis zur Rettung wurde die Mühle provisorisch von den Freiwilligen Feuerwehren aus Grimma und Kaditzsch gesichert. Die Schiffsmühle ist heute ein Museum und wird auch zur Stromerzeugung genutzt wird. Früher wurde darin Getreide gemahlen.

Quelle: MDR/mar

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.02.2021 | 07:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

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