Flockdown Zugstrecke Halle/Leipzig - Erfurt nach tagelanger Sperrung wieder frei

Eine Schneefräse fährt über die Unstruttalbrücke der verschneiten Schnellstrecke Erfurt-Halle/Leipzig.
Auf der Strecke kam eine Schneefräse zum Einsatz. Bildrechte: dpa

Die Zugstrecke Leipzig/Halle - Erfurt ist am Freitagmorgen wieder für den Zugverkehr freigegeben worden. Wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn mitteilte, fuhr der erste Zug um 5:30 Uhr von Leipzig nach Erfurt.

Tagelange Räumarbeiten

Zuvor hatten Mitarbeiter die gesperrte Strecke tagelang von Eis und Schnee befreit. Außerdem habe es vor Betriebsbeginn Leerfahrten gegeben, um beispielsweise sicherzustellen, dass auch die Oberleitungen komplett eisfrei sind, so die Sprecherin.

Die Räumarbeiten waren nach Angaben der Bahn eine besondere Herausforderung, weil die Strecke durch zahlreiche Tunnel und unter anderem über die zwei längsten Eisenbahnbrücken in Deutschland führen.

Schneefräse auf Gleisen im Einsatz

Laut Unternehmen hatte im Vorfeld der Freigabe ein Erkundungsflug über der Strecke stattgefunden. Am Donnerstag kam eine Schneefräse aus Halle auf der gesamten Strecke zum Einsatz, um die starken Schneeverwehungen an den Tunnelportalen zu räumen. Diese Arbeiten dauerten laut Bahn den kompletten Donnerstag an.

Strecke konnte tagelang nicht befahren werden

Die ICE-Schnellstrecke war bei den massiven Schneefällen in der Nacht zum 8. Februar von einer dicken Schneeschicht bedeckt worden, die ein Befahren unmöglich machte. Die Strecke wurde zunächst nicht geräumt. Der Fahrgastverband "Pro Bahn" hatte am Mittwoch das Schneemanagement der Deutschen Bahn scharf kritisiert. Das sei einfach nur ein Trauerspiel, sagte der Ehrenvorsitzende des Thüringer Landesverbandes, Bernd Schlosser.

Quelle: MDR/kh/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 11. Februar 2021 | 19:00 Uhr

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