Europäische Mobilitätswoche Autofreier Sonntag auf dem Leipziger Ring

Am Sonntag bleibt der Leipziger Ring einen Tag lang autofrei und wird denen vorbehalten, die sich per Fuß oder Rad fortbewegen. Die Aktion ist Teil der Europäischen Mobilitätswoche.

Eine Radfahrerampel leuchtet grün
Am Sonntag gehört der Leipziger Innenstadtring den Radfahrern und Fußgängern. Bildrechte: dpa

Zwischen 10 und 17 Uhr dürfen Autos am Sonntag nicht über den Leipziger Innenstadtring fahren. Stattdessen können alle über den Ring flanieren, die sich ohne Motor und Abgase fortbewegen - also zum Beispiel Fußgänger, Radfahrerinnen oder Rollschuhfahrer und Skaterinnen. Der autofreie Tag ist Teil der Europäischen Mobilitätswoche, die vom 16. bis zum 22. September unter dem Motto "Aktiv, gesund und sicher unterwegs" stattfindet. "Ich freue mich, dass der Ring an diesem Tag exklusiv den Radfahrerinnen und Radfahrern sowie den Flaneuren vorbehalten ist. Diese nachhaltigen Mobilitätsformen können sich auf dem Ring einmal richtig viel Raum nehmen, so dass der Promenadenring tatsächlich zum Promenieren einlädt," teilte der Baubürgermeister Thomas Dienberg mit. Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) bieten am Sonntag zudem einen besonderen Tarif für ihre Fahrgäste an. Einzelfahrscheine für Fahrten mit Straßenbahn, Bus, Flexa und S-Bahn in der Zone 110 gelten am Sonntag ganztägig. Normalerweise ist die Nutzung der Fahrkarten auf wenige Stunden begrenzt

Größte Gehzeug-Parade geplant

Verschiedene Initiativen und Gruppen planen an diesem Tag außerdem Aktionen auf der asphaltierten Fläche, die einmal um die Leipziger Innenstadt führt. So ist unter anderem vorgesehen, vor Ort mit der größten Gehzeug-Parade ins Guinness Buch der Rekorde zu gelangen: Dabei hängen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Konstruktionen um den Körper, die die Abmaße eines Autos haben. Damit zeigen sie, welchen Flächenverbrauch das Auto gegenüber anderen Verkehrsmitteln hat.

Parkplätze als Lebensraum

Mit dem gleichen Ziel wurden bereits am Freitag die Autos zumindest teilweise aus der Stadt verbannt. Am sogenannten Parking Day, der ebenfalls Teil der Aktionswoche ist und von verschiedenen Leipziger Gruppen unterstützt wird, soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie viel Platz im Stadtraum durch parkende Autos eingenommen wird. Dabei sind Anwohnerinnen und Anwohner an diesem Tag aufgefordert, die Parkbuchten anderweitig zu nutzen. Das kann zum Beispiel bedeuten, auf dem eigentlich für Autos reservierten Platz eine gemütliche Kaffeetafel aufzubauen.

Quelle: MDR/ps

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