Ausbildung In Leipzig werden Migranten Rettungssanitäter

In Sachsen arbeiten etwa 3.600 ehrenamtliche und hauptamtliche Johanniter. In sechs Monaten bekommen sie neue Kolleginnen und Kollegen. Doch die müssen an der Johanniter-Akademie erstmal Sprachbarrieren überwinden und die sächsische Kultur kennenlernen.

Ein Ausbilder und eine Schülerin knieen neben einer Puppe und üben Wiederbelebung
Um Rettungssanitäter oder -sanitäterin werden zu können, müssen Interessierte eine halbjährige Ausbildung absolvieren. Bildrechte: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Sachsen

An der Johanniter-Akademie Mitteldeutschland in Leipzig werden seit Montag 14 Migrantinnen und Migranten zu Rettungssanitätern ausgebildet. In sechs Monaten sind die Abschlussprüfungen. Doch davor heißt es pauken, pauken und Sprachunterricht.

Sächsisch im Stundenplan

Neben dem großen Einmaleins des Rettens steht für die 13 Männer und eine Frau aus Afghanistan, Iran, Syrien und Venezuela sehr viel fachspezifischer Deutschunterricht auf dem Plan. Um die Einheimischen besser zu verstehen, stehen auch ein interkulturelles Training sowie Sächsischunterricht auf dem Programm. Insgesamt müssen 400 Einheiten Fachunterricht und 314 Spracheinheiten absolviert werden. Ist der theoretische Teil abgeschlossen, geht es für die Teilnehmenden in die Praxis. Sechs Wochen lang werden die angehenden Rettungssanitäterinnen und -sanitäter ein Praktikum in einer Rettungswache und in einem Krankenhaus absolvieren.

Ein Mann mit Mund-Nasen-Schutz während einer Unterrichtsstunde. Im Hintergrund sieht man weitere Schüler.
Viel Theorie und noch mehr Praxis wird bei der Rettungssanitäter-Ausbildung an der Johanniter-Akademie Mitteldeutschland in Leipzig vermittelt. Bildrechte: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Sachsen

Erste-Hilfe-Kurs zur Orientierung

Bevor die 14 Männer und Frauen ihre Ausbildung im Rettungsdienst beginnen konnten, stand ein sehr umfangreicher Erste-Hilfe-Kurs an. Dabei ging es laut Johanniter nicht nur darum, sich gegenseitig zu "beschnuppern" sondern auch darum, zu testen, ob die angestrebte Ausbildung auch die richtige ist. Nach Angaben der Unfallhilfe haben alle 14 Teilnehmer den "Vorkurs" bestanden.

Quelle: MDR/bb

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