Urteil Lebenslange Haft im Auwald-Prozess

Zwei Jahre hatte sich der Prozess um die Ermordung einer Mutter im Auwald hingezogen. Nun ist das Urteil gegen den Ex-Lebensgefährten am Landgericht Leipzig gefallen.

Landgericht Leipzig
Im Auwald-Prozess musste sich ein zur Tatzeit 31 Jahre alter Mann verantworten. Er hatte seine Ex-Lebensgefährtin mit einem Hammer im Leipziger Auwald angegriffen und dabei tödlich verletzt. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay

Nach der Tötung einer jungen Mutter im Leipziger Auwald ist der Ex-Lebensgefährte wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Gericht folgt Antrag der Staatsanwaltschaft

Das Landgericht Leipzig folgte damit weitgehend dem Antrag des Staatsanwalts, der zudem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert hatte. Das Gericht sah es demnach als erwiesen an, dass der damals 31-Jährige seiner früheren Lebensgefährtin im April 2020 im Auwald aufgelauert und sie von hinten angegriffen hatte.

Opfer mit Hammer getötet

Mindestens zehn Mal hatte er mit einem Hammer auf den Kopf der Frau eingeschlagen, als sie gerade mit ihrem Baby im Auwald spazieren ging. Sie erlag zwei Tage später ihren Verletzungen. Der Säugling blieb unverletzt.

Zwei Jahre Prozessdauer

Bereits seit Oktober 2020 lief der Prozess gegen den Angeklagten. Rund 60 Verhandlungstage wurden erreicht. Mehrfach hatten Verfahrensbeteiligte der Verteidigung Prozessverzögerung vorgeworfen.

MDR (mar)/dpa

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