Pilzbefall Rußrindenkrankheit: Im Wildpark Leipzig werden mehr als 100 Bäume gefällt

Ab Montag übernehmen Motorsägen das Regiment im Wildpark Leipzig. Nach Angaben des Amtes für Stadtgrün und Gewässer sind dort umfangreiche Baumpflegearbeiten notwendig. Als Grund nannte die Behörde insbesondere den Befall von Ahornbäumen mit der sogenannten Ahorn-Rußrindenkrankheit. Den Angaben zufolge müssen deshalb an 240 befallenen Bäumen Äste zurückgeschnitten oder Kronen eingekürzt werden. Weitere 119 Bergahorne müssen demnach gefällt werden, weil sie bereits abgestorben sind. Die Arbeiten werden sowohl im Innenbereich des Wildparks als auch an den Wegen rund um die Anlage ausgeführt. Damit sollen potentielle Gefahren für die Besucher beseitigt werden. Die Pflegemaßnahmen sollen bis Ende August abgeschlossen sein.

Ahorn-Rußrindenkrankheit Der Erreger der Ahorn-Rußrindenkrankheit, ist ein aus Nordamerika eigeschleppter Pilz (lat.: Cryptostroma corticale), der ausschließlich Ahornbäume befällt. Als Wirte sind durch Trockenheit geschwächte Bäume ausgemacht worden. Vitale Ahorne sind von der Erkrankung bisher nicht betroffen. Die Ahorn-Rußrindenkrankheit stellt nicht nur eine Gefahr für die Bäume dar. Bei andauerndem Einatmen der Sporen besteht auch das Risiko von Lungenkrankheiten.

Quelle: www.waldwissen.net

Das Amt für Stadtgrün und Gewässer führt die Ausbreitung der Ahorn-Rußrindenkrankheit auf die extreme Trockenheit und Hitze der letzten Jahre zurück. Dadurch seien die Bäume anfälliger für Schädlingsbefall. In ganz Sachsen mussten seit 2019 insgesamt 9.000 Festmeter Holz wegen der Rußrindenkrankheit geschlagen werden, allein 7.600 Festmeter entfielen dabei auf die Region Leipzig. Im Stadtgebiet von Leipzig sind ein Fünftel der Ahornbäume durch den Pilzbefall bereits abgestorben.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Der Nachmittag | 18. Juni 2021 | 17:55 Uhr

2 Kommentare

gbeh9 vor 6 Wochen

@Denver, stimmt, der Zustand der Ahorne war auch schon im Winter erkennbar. Da waren aber die Stadtförster wohl noch in Schockstarre, weil ihr Betriebsplan gerichtlich als nicht naturschutzkonform beurteilt wurde.

Denver vor 6 Wochen

Schon traurig, wenn man bedenkt das derzeit 90% der heimischen Vogelarten in Wäldern, Parks und Grünanlagen brüten und mit der Aufzucht beschäftigt sind! Mit solchen Arbeiten sollte bis zum Herbst gewartet werden! Wo bleiben unsere Vogel Zähler, Naturschutz und NABU 🤷🏻‍♀️??

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