Wirtschaft Beiersdorf baut Leipziger Standort aus

Noch ist Beiersorf mit seiner Produktionsstätte nicht einmal von Waldheim nach Leipzig umgezogen, schon plant der Florena-Hersteller eine Erweiterung des noch im Entstehen begriffenen neuen Standortes. Er soll nun noch ein europäisches Verteilzentrum erhalten und damit hunderte weitere Arbeitsplätze.

Fotomontage des geplanten Hub in Leipzig
Fotomontage des geplanten Beiersdorf-Verteilszentrums im Norden von Leipzig. Bildrechte: MDR/Beiersdorf AG

Der Florena-Hersteller Beiersdorf baut seinen Leipziger Standort aus. Neben dem neuen Produktionswerk im Norden soll nun auch ein europaweites Verteilzentrum gebaut werden. Die Beiersdorf AG teilte mit, dass damit in Leipzig circa 400 weitere Arbeitsplätze entstehen sollen, zusätzlich zu den anfänglich 200 Arbeitsplätzen im Produktionszentrum. Die Investitionen beziffert das Unternehmen mit 170 Millionen Euro, zusätzlich zu den 220 Millionen für das Werk.

Größte Investition an einem Standort

Eine runde Büchse Florena-Creme
Florena gibt es bald made in Leipzig. Bildrechte: "Beiersdorf AG"

Beiersdorf selbst spricht von der weltweit größten Investition des Unternehmens an einem Standort. Ziel sei es, das Verteilzentrum CO₂-neutral zu betreiben. Deshalb soll ein erheblicher Anteil der Waren über die Schiene transportiert werden. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Duhlig (SPD) bezeichnete die Ankündigung als starkes Signal für Aufbruch und Zuversicht in Zeiten der Pandemie. Das für den Bau nötige Grundstück gehört dem Konzern jedoch noch nicht. Über den Verkauf muss der Leipziger Stadtrat erst noch abstimmen, was reine Formsache sein dürfte.

Traditionsbetrieb in Waldheim wird geopfert

Beiersdorf hatte Anfang 2020 beschlossen, in Leipzig-Seehausen ein neues Florena-Werk zu errichten, das Ende 2022 in Betrieb gehen soll. Damit sei gleichzeitig klar, dass der bisherige Standort in Waldheim mit 280 Mitarbeitern in wenigen Jahren aufgegeben werde, hieß es seinerzeit. Waldheim ist die Heimat der traditionsreichen Kosmetik-Marke Florena, die seit 2002 vollständig zum Nivea-Konzern Beiersdorf gehört. Florena gehörte zu den beliebten Marken in der DDR, ist jedoch wesentlich älter und hat Vorläuferfirmen bis zurück ins 19. Jahrhundert.

Quelle: MDR/dpa/gg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig | 22. Juni 2021 | 17:30 Uhr

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