Uniklinik Leipzig Mann stirbt an Sinusthrombose - Zusammenhang mit Impfung möglich

In der Uniklinik in Leipzig ist ein Mann an einer Sinusthrombose verstorben. Weil sich der Patient kurz zuvor gegen das Coronavirus impfen lies, überprüft die Klinik gemeinsam mit dem Paul-Ehrlich-Institut einen Zusammenhang.

Universitätsklinikum Leipzig
An der Leipziger Uniklinik ist Anfang dieser Woche ein Mann an einer Sinusthrombose verstorben. (Archivbild) Bildrechte: dpa

In Leipzig ist in dieser Woche ein Mann an den Folgen einer Sinusthrombose verstorben. Aufgrund der zeitlichen Nähe könne der Tod des über 40 Jahre alten Mannes mit einer Corona-Impfung mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca in Zusammenhang stehen, sagte eine Sprecherin des Universitätsklinikums Leipzig am Donnerstag. Allerdings seien die Untersuchungen der Laborergebnisse noch nicht abgeschlossen.

Überprüfung im Paul-Ehrlich-Institut

Nach Angaben der Klinik habe man alle Informationen zu dem Fall an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) weitergegeben. Dort sollen sie nun überprüft und bewertet werden.

Thrombosen äußerst selten

Nach Angaben des PEI waren in Deutschland bis Anfang Juni 102 Fälle von Sinus- und Hirnvenenthrombosen nach Impfung mit dem Corona-Vakzin von Astrazeneca gemeldet worden. Die sehr seltenen Fälle dieser Hirnthrombosen wurden demnach ausschließlich nach der ersten Impfdosis berichtet. Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts wurden bis Anfang Juni in Deutschland 8.586.297 Erstdosen dieses Impfstoffs verabreicht. Bei den Betroffenen begannen die Symptome demnach meist innerhalb von 29 Tagen nach der Impfung. Die Nebenwirkungen seien bei 67 Frauen und 35 Männern aufgetreten. 21 Menschen seien gestorben.

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Quelle: MDR/bj/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | In den Nachrichten | 10. Juni 2021 | 12:00 Uhr

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