Glühwein trotz Corona Der Baum steht - Leipzig plant Weihnachtsmarkt mit strengeren Regeln

Leipzig plant seinen Weihnachtsmarkt mit strengeren Corona-Regeln. In vielen anderen Städten Sachsens warten die Verwaltungen noch auf eine neue Schutzverordnung des Landes. Der Baum steht schon.

Mitarbeiter eines Forstwirtschaftsunternehmens bereiten das Aufstellen der Tanne für den Leipziger Weihnachtsmarkt vor.
Auf dem Leipziger Markt wurde am 4. November der Weihnachtsbaum aufgestellt. Der Baum stammt aus Nerchau bei Grimma. Bildrechte: dpa

Nach der coronabedingten Absage im Vorjahr plant Leipzig in diesem Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt. Der Baum wurde bereits am Donnerstag aufgestellt. Die Messestadt teilte am Donnerstag mit, vom 23. November bis 23. Dezember werde der Markt trotz einiger pandemiebedingter Einschränkungen fast wie gewohnt stattfinden. Abstände, Wege und Gänge werden demnach vergrößert, um ein offenes Flanierkonzept mit einzelnen Verweilbereichen zu kombinieren.

Verweilbereiche an gastronomischen Buden geplant

Die Verweilbereiche werden an bestimmten gastronomischen Einheiten ausgewiesen und sollen mit der Besucherzahl deutlich unter der in der Allgemeinverfügung geforderten 1.000-Personen-Grenze bleiben. Deshalb müsse in diesen Bereichen keine zwingende 2G/3G-Erfassung und Kontrolle erfolgen, hieß es. Es gebe aber die Möglichkeit zur freiwilligen digitalen Kontaktnachverfolgung per QR-Code.

Besucher kommen zur Eröffnung des Leipziger Weihnachtsmarktes 2019
So ungezwungen wie 2019 wird es auf dem Weihnachtsmarkt in diesem Jahr vermutlich nicht zugehen können. Im Vorjahr wurde der Markt wegen Corona ganz abgesagt. Bildrechte: dpa

Das zuständige Marktamt hatte sich bei der Planung nach der seit 21. Oktober gültigen sächsischen Corona-Schutzverordnung und der dazu erlassenen Allgemeinverfügung gerichtet. Demnach kann auch bei Eintritt der Vorwarn- und Überlastungsstufe der Weihnachtsmarkt weiter betrieben werden. Es sind jedoch Anpassungen wie verkürzte Öffnungszeiten und ein eingeschränkter Alkohol-Ausschank möglich.

Dresden hofft auf Striezelmarkt

Die Landeshauptstadt Dresden teilte auf Anfrage mit, seit Monaten arbeite man " mit aller Kraft daran, Weihnachtsmärkte in diesem Jahr auch unter Corona-Bedingungen möglich zu machen". Den Rahmen dafür bildejedoch die Corona-Schutzverordnung des Freistaates. Deren Vorgaben seien es letztlich, die darüber entscheiden, wie eine Umsetzung aussehen kann, ob pragmatische Lösungen möglich sind und ob diese auch aus Sicht der Händlerschaft tragen.

Soweit die Verordnung des Freistaates es zulässt und es für uns möglich ist, werden wir natürlich einen Striezelmarkt durchführen. Weihnachtsmärkte sind als Teil des Brauchtums wichtig für das gesellschaftliche Miteinander. Gleichzeitig sind sie für die Händler eine Grundlage ihres Geschäfts, die schon im letzten Jahr unter der Corona-Pandemie gelitten hatten.

Dirk Hilbert (FDP) Dresdens Oberbürgermeister

Die neue Corona-Schutzverordnung wollen auch die Markverantwortlichen in den Rathäusern in Chemnitz, Marienberg und Freiberg abwarten, wie Anfragen von MDR SACHSEN ergaben.

Vorwarnstufe erreicht

Die Vorwarnstufe ist in Sachsen erreicht, da der Belastungswert von 650 Betten auf Normalstation an fünf aufeinander folgenden Tagen überschritten wurde. Sie gilt nach Angaben des Sozialministeriums von diesem Freitag an. Sachsens Regierung will die Schutzmaßnahmen verschärfen und die 2G-Regel (geimpft oder genesen) für Gastronomie, Veranstaltungen im Innenbereich oder Großveranstaltungen wie Fußballspiele einführen. Die neue Schutzverordnung soll am Freitag beschlossen werden und ab Montag gelten.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig | 04. November 2021 | 07:30 Uhr

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