Kundgebung Aktionsbündnis zeigt mit Fahrradtour rechte Versammlungsorte auf

Zahlreiche Menschen fahren mit Fahrrädern auf einem Weg, der durch einen kleinen Park führt.
Im Leipziger Osten haben sich für eine "antifaschistische Fahrradtour" rund 150 Menschen versammelt. Bildrechte: MDR/Katharina Pritzkow

Rund 150 Menschen haben am Sonntagnachmittag an einer Fahrradtour in Leipzig gegen Rechtsextremismus teilgenommen. Das Aktionsbündnis "Ladenschluss" hatte dazu aufgerufen. Die Tour war in der Eisenbahnstraße gestartet und führte über mehrere Haltepunkte bis nach Taucha und zurück in den Leipziger Osten. Die Stopps waren den Angaben zufolge Orte, die entweder im historischen Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus stehen oder auch aktuelle Treffpunkte der "extremen Rechten" in Leipzig darstellen.

Theresa Grün vom Ladenschlussbündnis Leipzig teilte mit: "In der öffentlichen Betrachtung wird von Leipzig nur von 'Linksextremismus' gesprochen, dabei gibt es in keiner anderen Stadt in Sachsen so viele Todesopfer rechter Gewalt und auch die Zahl der rechten Angriffe ist über Jahre konstant hoch." Rechte fänden in Leipzig ein weites Netzwerk zum Trainieren für ihre Angriffe. Aus diesem Grund wolle das Bündnis mit der Gedenktour die Rückzugs- und Trainingsorte dieser Täter ansteuern und sichtbar machen. Die Versammlung wurde von mehr als einem Dutzend Polizistinnen und Polizisten begleitet.

Teilnehmer einer Fahrrad-Demo halten während eines Stopps Transparente mit der Aufschrift "Antifaschistische Aktion".
Die Teilnehmer der Radtour halten am ersten Halt Transparente in den Händen. In der Kamenzer Straße war früher ein KZ-Außenlager. Nur eine Gedenktafel erinnert heute noch daran. Bildrechte: MDR/Katharina Pritzkow

Quelle: MDR/kp

Mehr aus Leipzig, dem Leipziger Land und Halle

Mehr aus Sachsen

Michael Kretschmer und Cezary Przybylski unterzeichnen die "Gemeinsame Erklärung Sächsisch-Niederschlesische Regionalpartnerschaft" mit Video
Ministerpräsident Michael Kretschmer (l.) und sein polnischer Amtskollege Cezary Przybylski unterzeichneten bei der Eröffnung des Regionalbüros Niederschlesiens in Dresden auch eine gemeinsame Erklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit. Bildrechte: Sächsische Staatskanzlei/Pawel Sosnowski