Friedliche Revolution Land Sachsen gibt 50.000 Euro für Einheitsdenkmal Leipzig

Zum Lichtfest  gestalten tausende Leipziger und Gäste der Stadt eine große "89" aus brennenden Kerzen.
Bildrechte: dpa

Der Freistaat Sachsen wird die Planungen für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig finanziell unterstützen. Das Kabinett habe am Dienstag beschlossen, für die Planungen des Denkmals bis zu 50.000 Euro zur Verfügung zu stellen, teilte der Leipziger SPD-Abgeordnete im Sächsischen Landtag, Holger Mann, mit. Die Stadt werde einen würdigen Ort für das Denkmal zur Erinnerung an die Friedliche Revolution finden, so der Leipziger Mann. Wichtig sei aber auch das lebendige Erinnern. Schon jetzt würden viele junge Menschen die Montagsdemos im Herbst 1989 nur aus Erzählungen ihrer Großeltern kennen.

Denkmalidee immer wieder gescheitert

Im Juli hatte die Stadtverwaltung Leipzig mitgeteilt, einen weiteren Anlauf zur Errichtung eines Einheitsdenkmals zu nehmen. Am Beginn stehe dabei ein Beteiligungsprozess mit der Stiftung Friedliche Revolution, weiteren Partnern und der Bürgerschaft im November. Im Sommer 2022 sollen dann die Art des Denkmals und der genaue Standort feststehen. Außerdem soll die Stiftung Friedliche Revolution im Auftrag der Stadt weiteres Geld einwerben, einen Förderkreis aufbauen und einen Fachbeirat etablieren.

Die Idee eines Freiheits- und Einheitsdenkmals hatte vor zehn Jahren ihren Anfang genommen mit einem international ausgelobten Kunstwettbewerb. Eine Ausführung ist bislang gescheitert.

Quelle: MDR/dk/tl

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig | 24. August 2021 | 16:30 Uhr

7 Kommentare

Matthi vor 4 Wochen

Die Stadt Leipzig muss ja viel Geld haben für ein Denkmal was viele nicht brauchen, da die Wende für viele mit Arbeitslosigkeit Sozialen Abstieg und kleiner Rente verbunden ist.

part vor 4 Wochen

Die propagierte Heldenstadt hatte noch vor Jahren eine der höchsten Arbeitslosenquoten an Städten in Deutschland. Ich würde es hilfreich finden, mal die Einwohner abstimmen zu lassen, ob sie lieber ein Denkmal möchten oder eine bessere Infrastruktur? Statt dem Palast der Republik in Berlin haben wir nun wieder eine Nachbildung des Hohenzollernschlosses, in Potsdam wird die Garnison- Kirche neu gebaut, so sieht Vergangenheitsbewältigung real existierend aus im heutigen Zeitalter.

AufmerksamerBeobachter vor 4 Wochen

"Am Ende gab es doch keine Revolution"

Sagen wir es so: Es wurde der Kinterrevolution der Weg geebnet. Schließlich wurden die herrschenden Verhältnisse nicht überwunden, sondern die alte Ordnung wiederhergestellt. =Konterrevolution (vor der in Stabü immer gewarnt wurde und unter der man sich nichts vorstellen konnte).

Zum Denkmal: Die erste organisierte Großkundgebung, die nicht mehr von der Volkspolizei aufgelöst werden konnte, fand im Schatten der Jahrestagsfeiern in den Bezirksstädten, in Plauen statt, am 7.10.89. DORT sollte man das Denkmal hinstellen, DIE hatten Mut. - aber da gibt es wohl bereits eines.

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