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Leipziger NeuseenlandLMBV legt Gutachten zu Schäden am Störmthaler Kanal vor

13. August 2023, 13:39 Uhr

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Vor mehr als zwei Jahren musste der Störmthaler Kanal im Leipziger Neuseenland wegen Rissen in der Böschung gesperrt werden. Jetzt gibt ein Gutachten Einblicke, wie es soweit kommen konnte. Laut Bergbausanierer LMBV führte eine Kombination mehrerer ungünstiger Faktoren in dem Kippengelände dazu, dass die Standsicherheit des Bauwerks gefährdet war. Dazu gehöre, dass das Grundwasser anders als erwartet wieder ansteigt.

Der Kanal verbindet den Störmthaler See mit dem Markkleeberger See. Seit dem Auftreten der Risse in der Böschung 2021 wurde er mit Notmaßnahmen gesichert. Bildrechte: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Grundwasser hat sich anders entwickelt als gedacht

Gebaut worden sei im Trockenen, bei der Planung habe man damals mit Prognosen aus Modellen gearbeitet. Die hydrogeologischen Verhältnisse hätten sich ungünstig entwickelt. Zudem seien in der Planung Schritte unternommen worden, die sich mit den heutigen Erkenntnissen zur Grundwasserdynamik als nachteilig herausgestellt hätten. Nach Angaben der LMBV handelt es sich bei dem Gutachten noch um eine "vorläufige Endfassung". Sie werde derzeit abschließend geprüft. Voraussichtlich Ende September werde dann eine endgültige Version vorliegen.

Markkleeberger OB fordert schnelle Sanierung des Kanals

Noch vollkommen offen ist derzeit, wie Kanal und Schleuse saniert werden können. Dazu müssten erst verschiedene Varianten untersucht werden. Auch, was eine Sanierung kostet, kann die LMBV aktuell nicht beziffern. Dementsprechend steht es auch in den Sternen, wann wieder Paddel- und Ausflugsboote vom Störmthaler zum Markkleeberger See fahren können. Der Kanal müsse schnell saniert werden, er sei immens wichtig für die Tourismusbetriebe in der Region, sagte Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD).

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MDR (sth)/dpa

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 13. August 2023 | 10:00 Uhr