Kriminalität Hackerangriff mit Erpressungs-Software auf Uni Leipzig

In den vergangenen Monaten ist es im In- und Ausland immer wieder zu Cyberattacken gekommen. Zuletzt betroffen in Mitteldeutschland war der Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Jetzt haben Hacker die Universität Leipzig attackiert - betroffen ist ausgerechnet ein Institut, das sich auch mit der Corona-Pandemie beschäftigt. Die Wiederherstellung der Daten wird voraussichtlich Wochen dauern.

Studentenleben vor dem Hörsaalgebäude.
Studierende vor einem Hörsaalgebäude der Uni Leipzig. Bildrechte: dpa

Die Universität Leipzig ist laut eigenen Angaben Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. In der Nacht zu Mittwoch kam es zu einem Angriff mit "Ransomware", wie die Universität am Donnerstag mitteilte. Betroffen ist demnach das Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE). Das Universitätsnetz und das Netz des Uniklinikums funktionierten dagegen, sagte ein Sprecher der Hochschule.

Software verschlüsselt Festplatten

Als Ransomware werden Schadprogramme bezeichnet, die bei den Opfern den Zugriff auf Daten und Systeme einschränken oder verhindern, indem sie beispielsweise alle Festplatten verschlüsseln. Für die Entschlüsselung verlangen die Angreifer ein Lösegeld (engl. "ransom"). Das IMISE und das Universitätsrechenzentrum leiteten den Angaben zufolge Sicherheitsmaßnahmen ein. Das gesamte IMISE-System wurde abgeschaltet - die Internetseite funktioniert dagegen noch.

Wiederherstellung der Daten dauert Wochen

Derzeit wird laut Universität geprüft, ob weitere Institutionen betroffen sind. Nach derzeitigem Ermittlungsstand betrifft der Angriff auch das Zentrum für Klinische Studien und Teile des LIFE-Forschungszentrums. Die Wiederherstellung von Daten läuft derzeit noch und dauert den Angaben zufolge voraussichtlich einige Wochen. Das Landeskriminalamt ermittelt laut der Mitteilung.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 30. September 2021 | 18:00 Uhr

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