Kriminalität Mann auf Eisenbahnstraße in Leipzig angeschossen - Haftbefehl erlassen

Auf der Eisenbahnstraße in Leipzig ist am Wochenende ein Mann angeschossen worden. Die Polizei ermittelte schnell einen Tatverdächtigen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter erlassen.

Polizei, Absperrung Flatterband, auf einer Straße
Auf der Eisenbahnstraße in Leipzig ist ein Mann angeschossen worden. Bildrechte: TNN

Nach einer Auseinandersetzung mit einer Schusswaffe in der Eisenbahnstraße in Leipzig ist gegen einen Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, Ricardo Schulz, sagte, werden dem mutmaßlichen Täter versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Opfer erleidet Schusswunde

Bei der Auseinandersetzung im Leipziger Osten war ein 32-Jähriger am Samstagabend angeschossen worden. Die Polizei war kurz vor 21 Uhr wegen einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen zur Eisenbahnstraße im Ortsteil Neustadt-Neuschönefeld gerufen. Vor Ort bemerkten die Beamten, dass ein Mann stark blutete. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Laut Polizeiangaben handelte es sich um keine lebensgefährliche Verletzung.

Die Polizisten konnten schnell einen Tatverdächtigen ermitteln. Der 29-Jährige wurde festgenommen. Die Ermittlungen zu dem versuchten Tötungsdelikt dauern an. Nicht bekannt ist bisher, ob weitere Personen beteiligt waren und ob noch mehr Schusswaffen zum Einsatz kamen.

Polizei, Absperrung Flatterband, auf einer Straße
Die Polizei konnte am Sonnabend schnell einen Tatverdächtigen ermitteln. Bildrechte: TNN

Waffenverbotszone vor der Abschaffung

Die Eisenbahnstraße gilt als Kriminalitätsschwerpunkt. 2018 wurde hier die erste und einzige Waffenverbotszone in Sachsen eingerichtet. In dem rund 70 Fußballfelder großen Areal dürfen bestimmte Waffen nicht getragen werden und die Polizei darf verdachtsunabhängig kontrollieren.

Die Zone soll aber bald aufgehoben werden. Laut einer im Vorjahr veröffentlichten Studie der Universität Leipzig hatte die Zone kaum Einfluss auf die allgemeine Kriminalität, schwere Konflikte waren seitdem jedoch weitgehend ausgeblieben. Die Mehrzahl der Bewohner hatte sich zudem Präventivmaßnahmen gegen den offenen Drogenhandel, die Vermüllung und das Verkehrsrowdytum gewünscht.
Neben erhöhter Polizeipräsenz durch Fuß- und Fahrradstreifen ist der Aufbau eines festen Polizeistandortes in dem Gebiet vorgesehen.

Quelle: dpa (ama/gg)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 08. August 2022 | 05:30 Uhr

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